Individuelle Therapie der Schaufensterkrankheit: minimalinvasiv oder chirurgisch?

Shownotes

Prof. Dr. Dr. Konstantinos Donas Chefarzt Gefäßchirurgie Asklepios Klinik Langen Leiter Asklepios Gefäßzentrum Rhein-Main https://www.asklepios.com/konzern/standorte/expertensuche/profil/prof-dr-dr-med-konstantinos-donas-24544

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00:00:00: Individuelle Therapie der Schaufensterkrankheit.

00:00:03: Minimal invasiv oder chirurgisch?

00:00:06: Guten Tag und herzlich willkommen zur Klinik.

00:00:09: Sprechstunde.

00:00:11: Dem Asklepios Gesundheits Podcast mit Kirsten Kahler und Ärztinnen und Ärzten der Asklepios Kliniken.

00:00:24: Wenn die Beine beim GNW tun, vielleicht auch nachts im Liegen, dann kann das die Schaufensterkrankheit sein.

00:00:30: PAVK.

00:00:32: Mit ihr ist nicht zu sparsen.

00:00:33: Wichtig ist nun ein breites Angebot aus Chirurgie- und Katheterverfahren.

00:00:38: Alles aus einer Hand.

00:00:39: Sagt Prof.

00:00:41: Dr.

00:00:41: Konstantinos Donas.

00:00:43: Er ist Chefarzt der Gefäßchirurgie an der Asclepiosklinik Langen.

00:00:47: Was passiert bei PAVK am Körper?

00:00:51: Es handelt sich um eine Gefäßerkrankung.

00:00:54: Die Gefäße, die Adder, die Blut transportieren mit Sauerstoff vom Herzen zum Fuß, haben bei der PERVK eine Verengung oder einen Verschluss.

00:01:04: Die Konsequenz ist, dass der Patient starke Schmerzen bekommt, insbesondere beim Gehen.

00:01:09: Die Schmerzen können noch schlimmer werden als nachts.

00:01:13: Und zum Schluss kann eine offene Wunde stehen am Fuß, die in bestimmten Fällen bis zu einer Amputation führen kann.

00:01:21: Das heißt, es gibt verschiedene Stadien.

00:01:24: Und ich glaube, die sogenannte Schaufensterkrankheit ist der Anfang.

00:01:28: Das beschreibt den Anfang.

00:01:29: Genau.

00:01:30: Das ist die mildere Variante, die leichteste Form der PRVK.

00:01:36: Bei diesem Stadium handelt sich im Prinzip um ... einen Verschluss oder Verrängung der Oberschenkelader.

00:01:43: Dadurch kriegt der Patient beim Gehen starke Schmerzen in der Wade.

00:01:48: Und aufgrund dessen hört auf zu gehen, deswegen in der Begriff Schau, Fenster, Krankheit, um so die Zeit zu geben, dass Blut zu der Wade fließt und letzten Endes weitergehen kann.

00:02:00: Ja, also diese perifäre arterielle Verschlusskrankheit, so heißt das PAVK.

00:02:07: Kriegt das jeder?

00:02:08: Das kriegt nicht jeder Gott sei Dank, aber das kriegen sehr häufig Patienten, die stark rauchen und zusätzlich eventuell auch Zucker haben oder hohen Blutdruck.

00:02:19: Also diese Kombination von den sogenannten Risikofaktoren können im Verlauf zu der PVK führen und letzten Endes, wie ich erzählt habe, zu einer Amputation, wenn es nicht behandelt wird.

00:02:35: Wenn jetzt jemand zu Ihnen kommt mit so einem Verdacht, dass es vielleicht die Schaufensterkrankheit sein könnte, wie verschaffen Sie sich denn gewiss seid?

00:02:44: Genau das Erste, was wir machen, ist der sogenannte Anamnese.

00:02:48: Also erstmal evaluieren wir, ob der Patient ein Profil hat, was die Schaufensterkrankheit als Hauptdiagnose haben kann.

00:02:56: Ich habe auch bei Freunden gesagt, rauch du, nein.

00:03:00: Haben Sie Zucker?

00:03:01: Auch nicht.

00:03:01: Dann ist das in der Regel kein Patient oder hat kein großes Risiko für eine PVK.

00:03:08: Also die Kombination, also die Anamnese, gibt mir Hinweise, ob tatsächlich ein potenzieller Patient mit PVK ist.

00:03:14: Und dann kommt eine gezielte spezielle Untersuchung, insbesondere mit Ultraschall, also ohne Strahlung, wo wir gezielt die Hauptgefässe des Beines der Leiste evaluieren können und so.

00:03:28: ausschließen können, ob eine Veränderung im Gefäß vorhanden ist.

00:03:33: Im Fall einer Bestätigung von dieser Verdachtsdiagnose, dann können wir zusätzlich eine CT-Untersuchung machen, wo wir dann objektiv den ganzen Verlauf des Gefäßes vom Becken bis zum Fuß beurteilen können.

00:03:46: Und dann kann man eine individuelle Behandlung durchführen.

00:03:52: Lassen Sie auch erst mal den Patienten ein paar Meter laufen, um mal so zu gucken, wo man ansetzen muss?

00:03:58: Wir haben heutzutage die Möglichkeit, standardisiert das zu evaluieren.

00:04:01: Das ist der sogenannte Laufbandtest.

00:04:04: Und es ist sehr interessant, weil die Patienten, die kommen, die an Amnesien behaupten, dass die eine G-Strecke von X, Y und Metern schaffen.

00:04:12: Wenn man unter diesem standardisierten Test die Evaluation macht, dann merken wir, dass nach einer kürzesten Zeit nach fünfzig, sechzig Metern der Schmerz in der Warte auftritt.

00:04:22: und dann weiß man schon, dass man doch auch schneller handeln muss, wahrscheinlich.

00:04:25: Ja,

00:04:26: absolut.

00:04:26: Ja, also, wenn Sie ungefähr, sobald Sie dann ungefähr einschätzen können, wie schlecht es dem Patienten tatsächlich geht, wie beginnt dann die Behandlung?

00:04:38: Die Behandlung, grundsätzlich versuchen wir, minimalinvasiv durchzuführen.

00:04:43: Das ist der Vorteil, wenn man die Behandlung wie bei uns in Langen und im Rhein-Main-Gefest-Zentrum anbieten, also dieses Konzept aus einer Hand.

00:04:51: Wir versuchen minimalinvasiv in lokal in örtlicher Betäubung mit einem feinen Pixen-Punktion in der Leiste, haben wir die mögliche Heutzutage, jede Gefäßprovinz zu erreichen und dann mit modernen Katheter-Verfahren den Patienten zu helfen und letzten Endes diesen Verschluss oder diese Veränderung zu beseitigen.

00:05:16: Im Fall eines größeren, eines längeren Verschlusses.

00:05:20: Wenn wir merken, dass so hart und Verwachsungen vorhanden sind, dann haben wir heutzutage die Möglichkeit als Gefäßchirurgen einen sogenannten Beipass durchzuführen, eine Umgehung des Verschlusses mit eigener Wehne.

00:05:35: um am besten zum Erfolg zu kommen.

00:05:38: Also, wie man sieht, man versucht, eine individuelle Behandlung durchzuführen, gemäß des Alters, des Patienten, gemäß der Risikofaktoren, aber auch gemäß der Lesion, also des Problems, was er hat.

00:05:50: Ja, genau.

00:05:51: Und alles ist im Hause da.

00:05:52: Und da muss niemand in der Gegend rumfahren, sondern man kann alles bei ihnen machen.

00:05:57: Was passiert denn, wenn Sie zwar den Verschluss des Gefäßes gesehen haben?

00:06:04: Aber dem tut gar nichts weh und er kann gut laufen.

00:06:06: Dann würde ich empfehlen, weiter G-Training durchzuführen, die Risikofaktoren einzustellen, dann in sechs Monaten eine erneute Untersuchung, sodass wir im engen Austausch auch eine sehr gute Information dem Haus hat zu geben.

00:06:22: Aber in diesem Fall würde ich eine konservative Therapie empfehlen und nicht direkt eine invasive Prozedur.

00:06:30: Also man geht nach dem Symptom.

00:06:32: Richtig, die Symptomen führen die Behandlung.

00:06:34: Wie Sie sehr schön gesagt haben, auch ein längerer Verschluss, das ist das Schöne, unser Körper, baut Kollateralen, also um Gehungskreisläufe, die für viele Patienten genug sind, um eine Operation zu verschieben oder gar nicht durchzuführen.

00:06:48: Entscheidend ist also, wie groß ist der Leidensdruck, wie stark ist die Einschränkung im Alltag und gemäß dessen passen wir die Therapie individuell an.

00:07:01: Gehören am Anfang auch Medikamente dazu?

00:07:04: Das ist ein sehr, sehr guter und wichtiger Punkt.

00:07:06: In der Tat, wir haben heutzutage verschiedene Medikamente, die verschiedene Aspekte bei der Gefäßproblematik, in der Gefäßmedizin haben.

00:07:15: Die Schwierigkeit aber ist heutzutage, was wir merken, dass die Patienten diese Medikamente einnehmen.

00:07:20: Also es reicht nicht manchmal, wenn wir das Wems empfehlen, wenn der Haus hat zusätzlich das verschreibt.

00:07:27: Aber man merkt schon, dass viele Patienten das nicht einnehmen und es ist sicherlich eine wichtige Sache.

00:07:33: dass man das ernst nimmt, weil wir ja vorher gesagt haben, das Risiko einer Amputation will keiner erleben und das kann in einem jüngsten Alter sogar auftreten.

00:07:44: Ja,

00:07:44: kann man mit den Medikamenten womöglich auch einen Beipass verhindern, also nicht nur das letzte Ende, sondern auch schon die OP davor?

00:07:53: Verhindern, wenn wir einen Beipass planen würden, heißt das der Patient fortgeschrittene PVK hat.

00:08:00: Und für diese Stadium ... Wie wir vorher gesagt haben, ist es schwierig, ein Medikament, ein Beipass zu vermeiden.

00:08:12: Es ist wichtig, auch nach dem Beipass die entsprechende Medikamente einzunehmen, damit der Beipass lange offen bleibt und keine erneute Operation notwendig ist.

00:08:21: Also die Medikamente haben eine wichtige Rolle, sowohl in der Prävention der APAVK, aber auch zu einer besseren Prognose nach der einen oder anderen Behandlungsoption.

00:08:32: Genau,

00:08:32: also dass es länger gut bleibt.

00:08:34: Also dass es

00:08:34: länger gut bleibt und offen bleibt.

00:08:36: Und dieses Getraining, das Sie jetzt schon ein paar Mal angesprochen haben, ist das so der gute Ratschlag, du solltest häufiger spazieren gehen?

00:08:45: Du solltest häufiger spazieren gehen, ist der Sinn der Sache, aber wir haben eine standardisierte Empfehlung.

00:08:51: Der Patient hat ein spezielles Programm und sollte das fortsetzen und evaluieren.

00:08:56: Das heißt, wir geben dem Patienten eine Empfehlung, ein Rat, wie dieses Getraining systematisch angehen sollte.

00:09:05: Das heißt also schon etwas, was man, wie soll ich sagen, ernst nehmen kann.

00:09:10: Genau.

00:09:10: Denn so gehen sie mehr spazieren, ist ja immer so ein Ratschlag.

00:09:13: Es gibt viele Kollegen, die einfach sagen, wenn sie einen Hund haben, dann haben sie mehr den Drang zu gehen und zu laufen.

00:09:21: Das ist sicherlich ein guter Schritt, aber wir versuchen tatsächlich professionell eine gute Empfehlung zu geben.

00:09:27: Nach wie vielen Metern soll er aufgehören mit dem Gehen oder wenn er den Schmerz empfindet, wieviel noch laufen soll, um genau diese Neuangeogenese, wie wir gesagt haben, diese kolaterale zu bilden und letzten Endes eventuell die andere Operation zu vermeiden.

00:09:43: Und wenn es zu einem minimalinvasiven Eingriff kommen soll, wie machen Sie das?

00:09:48: Wir haben heutzutage ein breites Spektrum von Optionen, ein breites Repertoire von Verfahren, die heutzutage die Möglichkeit geben, diesen Kalk, also diese Verhärtung im Gefäß so zu zertrümmern, um... das Lumen zu erweitern und wenn wir dann zusätzlich eine Ballonerweiterung, wie man sagt, eine Geoplastie durchführen, mehr Lumen zu kreieren und so länger das Gefäß offen zu haben.

00:10:15: Es gibt also auch die Möglichkeit, dass man ein Ultraschall im Gefäß durchzuführen, sodass wir von innen das Gefäß sehen nach der Behandlung und so Hinweise zu bekommen, ob eine weitere Behandlung nötig ist oder nicht.

00:10:30: und entsprechend das, was wir durchgeführt haben, noch konkreter, noch besser zu evaluieren.

00:10:36: Also die Medizin, die Gefäßmedizin und diese minimalinvasiven Techniken ermöglichen heutzutage eine Behandlung in Lokalität.

00:10:46: Der Patient kann am nächsten Tag nach Hause gehen und so eine Qualität anzubieten, wo sehr, sehr selten der Patient zurückkommt zu einer neuen Behandlung.

00:10:56: Aber es ist wichtig, wie wir gesagt haben, die Medikamente einzunehmen, dass der Patient unter Kontrolle bleibt, weil sicherlich diese Krankung ist progressiv.

00:11:06: Das bedeutet, wenn sich jetzt das Gefäß XY betroffen ist, kann auch später ein anderes Gefäß betroffen sein.

00:11:12: Deswegen braucht er eine enge Kontrolle.

00:11:16: Wenn es jetzt nicht reicht, so eine Strecke des Gefäßes mit einem Stand zu überbrücken.

00:11:23: wo Sie vorher den Kalk quasi rausgesprengt haben, haben Sie ja vorhin gesagt, dann geht auch ein Bypass, also dann kommen wir ja auf die chirurgische Seite.

00:11:31: Richtig.

00:11:32: Wie funktioniert das mit dem Bypass?

00:11:33: Genau, wie Sie gesagt haben, das ist die nächste Stufe der Behandlung, von der minimalinvasiven Behandlung kommen wir zu der klassischen, standardisierten chirurgischen Therapieoption.

00:11:44: Und da geht es im Grunde um das Anlegen eines Bypasses, also umgehen wir den ganzen Verschluss.

00:11:52: Schließen wir dieses Gefäß, also in der Regel ist es eine Wehne, die wir haben.

00:11:58: Schließen wir in einem Segment, wo gut Blut zuvor vorhanden ist.

00:12:03: In der Regel ist die Leiste.

00:12:04: Und dann schließen wir genau da, wo das Gefäß wieder offen ist.

00:12:08: Ob das der Unterschenkel, ob das der Fuß ist, man kann heutzutage mit feinen Methoden diesen Bypass lokal anzuschließen.

00:12:17: Und so haben wir auch sehr gute Erfahrungen mit einer guten Langzeitprognose.

00:12:22: Entscheidend ist aber, dass die Qualität von dieser Venne gut ist.

00:12:25: Ja, damit sie nicht wieder zugeht.

00:12:28: Genau, damit sie lange offen bleibt.

00:12:30: Was ist denn mit Plastik?

00:12:32: Also kann man auch eine Kunstvene nehmen oder muss es aussehen?

00:12:34: Genau.

00:12:35: Wir haben auch die Möglichkeit, für Kunststoffbeipäße durchzuführen.

00:12:40: Das ist die Möglichkeit, wenn die Qualität der Venne nicht gut ist und wenn diese minimalinvasive Verfahren keinen Erfolg haben.

00:12:47: Dann kommt die Frage, also wie man sieht, man hat ein sehr breites Spektrum.

00:12:51: Und was wir versuchen, individuell, Patient pro Patient, alle diese Faktoren zu evaluieren, im guten Austausch zu sein und letzten Endes die beste Therapie anzubieten.

00:13:04: Sind Sie auch der Leiter des Astlepios Gefäßzentrums Rhein-Main?

00:13:09: Was heißt das für mich als Patient?

00:13:11: Was habe ich davor?

00:13:13: Eine der Hauptprobleme, die man heutzutage hatte, ist die sogenannte Bürokratie, die leider auch in Krankenhäuser vorhanden ist.

00:13:20: Und was wir als grundsätzliches Klippioskonzept versuchen, würde ich sagen, ist eine Vernetzung, eine Verbündelung von drei Krankenhäuser, die im Rhein-Main-Gebiet, in Wiesbaden, in Selgenstadt und in Langenzentral mit einer standardisierten Homogene Behandlungskonzept und Indikation.

00:13:41: Das heißt, die Patient kann in den verschiedenen Krankenhäusern des Formasclipios in die unseren Gefäßsprachstunden kommen.

00:13:49: Und dann haben wir Oberärzte von unserem Team, die vor Ort sind.

00:13:54: Und dann können wir gemäß der Problematik schnell und effektiv die Vernetzung durchführen und die Behandlung, die in der Regel in langen Stadt findet.

00:14:03: Das heißt, ich kann erst mal in das Krankenhaus meiner Nähe gehen, also wenn es in Seligenstadt ist oder Wiesbaden, und kann mir da den Überblick verschaffen, was mit mir passieren könnte.

00:14:14: Und dann sage ich ja, und dann komme ich zu Ihnen.

00:14:16: Genau, jetzt werden da die ersten Gefäßuntersuchungen stattfinden.

00:14:19: Man kann dann die ein oder die andere Therapie besprechen und durchführen.

00:14:23: Und dann kann man einen schnellen Termin in Langen bekommen.

00:14:27: Vielen Dank für das Interesse.

00:14:28: Vielen Dank.

00:14:30: Und wir sehen uns wieder auf www.astlepios.com, auf Facebook und auf YouTube oder im nächsten Podcast.

00:14:37: Werten Sie gesund!

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