Verdacht auf Schlaganfall – was tun?

Shownotes

Dr. Daniel Strunk Chefarzt Neurologie Asklepios Klinikum Schwalmstadt https://www.asklepios.com/konzern/standorte/expertensuche/profil/dr-med-daniel-strunk-30577

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00:00:00: Verdacht auf Schlaganfall.

00:00:02: Was tun?

00:00:04: Guten Tag und herzlich willkommen zur Klinik Sprechstunde.

00:00:08: Dem Asklepios Gesundheits Podcast mit Kirsten Kahler und Ärztinnen und Ärzten der Asklepios Kliniken.

00:00:17: Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute.

00:00:20: Wenn man die Symptome schnell erkennt und sofort behandelt, lässt sich das Schlimmste verhindern, sagt Dr.

00:00:27: Daniel Strunk.

00:00:28: Er ist Chefarzt der Neurologie am Astlepios Klinikum Schwalmstadt.

00:00:32: Woran erkennt man einen Schlaganfall?

00:00:35: Oder gibt es ganz einfache Schemata, den man sich orientieren kann.

00:00:38: Das einfachste Schema ist das sogenannte Fast Schema, das ein Akronymis dafür, dass einmal eine Asumitrie im Gesicht auftreten kann, dass zum Beispiel ein Mundwinkel ein bisschen nach unten hängt.

00:00:48: Ein weiterer Test aus diesem Fastschema ist, dass wenn man die Arme nach vorne streckt, ein Arm nicht nur nach unten fällt, sondern sich auch ein bisschen nach innen dreht.

00:00:57: Das wäre ein weiteres Zeichen für einen Schlag am Fall.

00:01:00: Und dann geht es auch um die Sprache.

00:01:02: Also zum Beispiel Wortfindungsstörungen oder auch eine verwaschende Sprache, wie jemand, der alkoholisiert ist.

00:01:07: Das wäre dieses Kernschema, das Fastschema.

00:01:09: Es gibt auch weitere Aspekte, die auf Gleichgewichtsstörungen, Schwindel oder Seestörungen abzielen und all diese Symptome... muss ein Schlagartig von einem Moment auf den anderen aufgetreten sein.

00:01:20: Das wäre ein typisches Schlaganfallindizieren.

00:01:23: Das ist ganz wichtig.

00:01:23: Plötzlich muss es auch getreten sein.

00:01:24: Genau.

00:01:25: Es muss plötzlich

00:01:25: aufgetreten sein, dass es nicht so erahnen war und wirklich von einer Sekunde auf die andere auftritt.

00:01:30: Das wäre das typische Schlaganfall.

00:01:32: Ja, was passiert da

00:01:34: eigentlich?

00:01:35: Man muss ein bisschen unterscheiden.

00:01:35: Beim Schlaganfall gibt es grundsätzlich zwei Typen, aber den sogenannten ischämischen Schlaganfall, den Hirn infarkt und aber die Hirnblutrung.

00:01:43: Da gibt es eine grobe Häufigkeit.

00:01:45: Verteilung bei der der Hirninfarkt etwa fünf und achtzig Prozent ausmacht und die Hirnblutung fünfzehn Prozent.

00:01:52: Und beim Hirninfarkt ist es so, dass sich eine kleine Ader, die das Gehirn mit Blut versorgt, verschließt durch einem Blutgerinsel, das zum Beispiel aus dem Herzen stammen kann oder aus der Heilschlagader und dadurch ist es das Gehirnareal, das auf diese kleine Adder, die verstopft ist, folgt, nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt.

00:02:11: Das heißt also, ähnlich wie beim Herzinfarkt, kommt es zu einer Blut- und Sauerstoffunterversorgung eines Hirnareals und dadurch entsteht da Hirninfarkt.

00:02:19: Bei der Hirnblutung ist es hingegen so, dass eine kleine Adder zum Beispiel durch hohe Blutdruckwerte platzt und somit dann freies Blut ins Gewebe ausströmt.

00:02:29: Das sind die beiden Schlagerfallmechanismus gibt.

00:02:31: Ja, und wenn wir jetzt mal bleiben bei dieser Mangeldurchblutung.

00:02:36: also bei dem Entfarkt, wo durch... entsteht es denn dann, dass ich eine verwaschende Sprache habe oder dass mir der Arm absagt beim Heben?

00:02:45: Ja,

00:02:46: die Symptome, die der individuelle Patient hat, hängen sehr stark davon ab, in welchem Bereich das Gehirns die Adler verschlossen ist.

00:02:53: Also nehmen wir zum Beispiel einen Rechtshänder wie mich, dessen Sprachzentrum in der Linken hier in Hälfte sitzt.

00:03:01: Der könnte zum Beispiel bei einem Schlaganfall der bestimmte Region in der Linken hier in Hälfte betrifft, plötzlich sehr ausgeprägte Wortfindungsstürme entwickeln oder im umgekehrten Fall eine sehr schnelle und flüssige Sprache, die aber ganz gar nicht sinnhaft ist.

00:03:16: Ganz viele Worte und Buchstabenverwechslung aneinander reiten.

00:03:19: Also das kommt auf verschiedene Aspekte an, aber im Wesentlichen eben darauf, welche Gehirnhälfte und welcher Bereich innerhalb der Hirnhälfte betroffen ist, also wo genau dieser Aderverschluss stattfindet.

00:03:30: Ja, nun passiert das ja meistens nicht in einem Krankenhaus, sondern zu Hause oder irgendwo, wo man ist.

00:03:38: Was soll man tun?

00:03:40: Die wichtigste Regel, das wiederholen wir immer wieder, ist eigentlich nicht zu zögern, sich bei ersten Anzeichen für dieses wirklich abrupte Auftreten der Symptome sofort medizinische Hilfe zu suchen.

00:03:52: Im einfachsten Fall ist es einfach und das ist auch Teil dieses Fast Schema.

00:03:56: Dafür steht das T nämlich für Diet.

00:03:57: Zeit für Time, dass man möglichst schnell den Rettungsdienst alarmiert und sich in eine Notaufnahme begibt, um dort spezialisierte Hilfe zu erhalten.

00:04:09: den Notarzt rufen, ein, zwei, zwei.

00:04:12: Genau.

00:04:12: Und nicht den besten Freund anrufen, ob er mal vorbeikommen kann, einen hinzufahren.

00:04:16: Nein, also der beste Freund wird in anderen Bereichen des Lebens auch hilfreich sein, aber bei Schlaganfallsymptom ist auf jeden Fall der Rettungsdienst sofort zu alarmieren.

00:04:24: Und dann muss der Transport in die nächstgelegene Klinik mit einer neurologischen Abteilung erfolgen, um eben dort die richtige Diagnostik und Therapie für einen möglichen Schlaganfall zu erhalten.

00:04:35: Und der Notarzt weiß, wo er mich hinbringt.

00:04:37: Die Notärzte wissen genau, welche Kliniken mit neurologischer Abteilung verfügbar sind, wo Behandlungskapazitäten bestehen und bringen die Patienten genau in die nächstgelegene Klinik, die im besten Fall auch eine Stroke-Unit, also eine spezialisierte Schlaganfallbehandlungseinheit hat.

00:04:56: Was würden Sie dann machen, wenn ich zu Ihnen käme?

00:04:59: Ja, also wir organisieren das bei uns am Klinikum Schwalstadt so, dass wir die Patienten in einem Schockraum entgegennehmen.

00:05:07: Dort die Übergabe des Rettungsdienstes hören, also was sie bereits über den Patienten in Erfahrung gebracht haben.

00:05:13: Und dann führen wir nochmal ganz... knapp und konzentriert eine Kurzbefragung, eine Anamnese mit den Patienten durch, untersuchen ihn oder sie zielgerichtet auf Schlaganfallsymptome.

00:05:23: Und wenn wir den Eindruck haben, dass es ja auf jeden Fall ein Schlaganfall sein könnte, wird sofort eine Bildgebung des Kopfes veranlasst.

00:05:30: Das ist in den meisten Fällen eine Computertomographie, die einmal das Gehirngewebe in Schichten darstellt, aber auch die Arterien, also die Adern, die vom Aortenbogen hier im Buskorb hochziehen, über die Heißschlagadern bis in die obersten Anteile des Kopfes.

00:05:46: Und wir führen als Drittes auch noch eine sogenannte Perfusionsbildgebung durch, die auch nochmal weitere Informationen gibt, darüber, ob eben ein Schlaganfall vorliegt und, wenn ja, wie er ausgeprägt ist.

00:05:55: Und es gibt auch Hinweise darauf, in welchem Zeitfenster wieder noch welche Behandlungen machen dürfen.

00:06:01: Was ist ein Zeitfenster?

00:06:03: Das Zeitfenster bezeichnet den Zeitraum von Beginn.

00:06:08: dem bekannten Beginn der Symptome bis zur gegenwärtigen Zeitpunkt.

00:06:12: Also angenommen, jemand hat vor etwa drei Stunden erstmalig ein schiefes Gesicht und eine verwaschende Sprache entwickelt und er kommt jetzt drei Stunden später in die Notaufnahme, würde eben das Zeitfenster drei Stunden betragen und wir könnten daran auch entscheiden, welche Therapie weiterhin sinnvoll und möglich ist.

00:06:29: Und das ist eben auch wichtig und das versuchen wir immer wieder zu vermitteln, dass die Patienten eben frühzeitig in das Krankenhaus kommen, um dieses Zeitfenster.

00:06:38: in dem er bereits gesundes, wie hier ein Gewebe, infaziert und geschädigt werden kann und auch geschädigt wird, möglichst knapp zu halten, um den Patienten später ein Leben in möglichst umfänglicher Gesundheit zu ermöglichen.

00:06:51: Ja genau, das hatten wir eben auch schon angesprochen, also auch nicht noch eine Nacht drüber schlagen.

00:06:54: Nein,

00:06:54: aus keinen Fall, beim ersten Anzeichen auf jeden Fall direkt ins Krankenhaus

00:06:58: kommen.

00:06:58: Ja, so und jetzt nehme ich also mal an, Sie haben dann mich untersucht, Sie haben mein Kopf quasi von innen angesehen.

00:07:08: Was wissen Sie dann?

00:07:09: Wir wissen dann zum einen, ob wir bereits... eindeutige Zeichen für einen Schlaganfall nachweisen können.

00:07:15: Wir wissen aber auch, ob es Gründe gibt, eine bestimmte Therapie, die wir anbieten können, gegebenenfalls auch aus Sicherheitsgründen nicht durchzuführen.

00:07:25: Es gibt ja im Wesentlichen zwei Therapiemöglichkeiten, die wir ein Patient mit akuten Hirnenfarkt anbieten können, also denjenigen, die diesen Aderverschluss erlitten haben, von dem wir eben sprachen.

00:07:35: Das eine wäre eine starke Blutverdünnung, die wir durch eine Infusion über die Wehne durchführen.

00:07:41: Das werde ich so genannte Lüsethera... Und als weitere Möglichkeit, die aber auch mit der Lysotherapie manchmal kombiniert werden kann, haben wir die Möglichkeit einer Katheterbehandlung, also ähnlich einem Herzkatheter, bei dem über die leisten Arterien an Katheter in Richtung Hirn geführt wird und dort das Blutgerinseln mechanisch aus der verschlossenen Ader herausgezogen wird, auch aus dem Körper herausgezogen wird und somit dann eben wieder eine möglichst ungestörte Hirndurchblutung zu ermöglichen.

00:08:09: Ach so, und diese Lüse, die ist nicht überall möglich oder nicht immer möglich?

00:08:13: Die Lüsetherapie ist in allen Krankenhäusern möglich, die auch über eine Neurologie mit Strokeunit verfügen.

00:08:19: Wir bieten das selbstverständlich auch im Klinikum Schwalmstadt an, führen das bei allen Patienten durch, bei denen eine solche Behandlung vielversprechend ist und wir aufgrund der wissenschaftlichen Datenlage davon ausgehen können, dass der Nutzen der Behandlungen die möglichen Risiken, nämlich Blutungen, im Kopf oder an anderer Stelle des Körpers übersteigt.

00:08:41: Genau, weil wir eben gerade sagten, sie gucken sich an, wie es Hirn von innen aussieht, um zu sehen, welche Therapie hilft und welchem, womöglich schadet.

00:08:49: Und ich glaube, es hat was zu tun mit Blutverdünnungen,

00:08:51: kann das sein?

00:08:51: Ja, ganz richtig.

00:08:52: Also, um nochmal kurz auf das Zität zurückzukommen, also da, wenn wir da zum Beispiel schon Zeichen für eine Blutung sehen, dürfte man zum Beispiel unter gar keinen Umständen eine Lüsetherapie durchführen, weil die Blutung sich dann nochmal verschlechtern würde und nochmal zunehmen würde.

00:09:06: Aber Bei der Lysotherapie ist es eben auch wichtig, sogenannte Kontraindikation auszuschließen, also Gründel halt keine Lysotherapie durchzuführen.

00:09:15: Und das ist zum Beispiel bei Patienten wichtig, die bereits ein blutverdünnendes Medikament einnehmen.

00:09:19: Das kann ja z.B.

00:09:19: im einfachsten Fall sein, damit jemand eine Verengung der Herzkranzgefäße an Herzen hat, z.B.

00:09:24: Asperin, oder somit ein Herzinfarkt hatte, dann würde man trotz Asperin eine Lysotherapie durchführen können.

00:09:31: Wenn jetzt aber jemand z.B.

00:09:33: eine Herzrhythmusstörung hat, wie z.B.

00:09:34: das Vorhofflemmern oder Vorflattern, was ja auch Schlaganfälle auslösen kann, dann muss man sehr genau hinschauen, ob dann noch eine Lysotherapie möglich ist oder nicht.

00:09:45: Es ist z.B.

00:09:46: so, dass man jemand Markumar einnimmt, sehr genau auf die Gerinnungswerte in der Blutuntersuchung schauen, die wir ganz zu Beginn, wenn der Patient zu uns in den Schockraum kommt, abnehmen, ob dann eben auch gut und sicher eine Lysotherapie möglich ist.

00:10:01: Das andere, wovon Sie sprachen, ist ja dann dieses Blutgerinsel rauszuziehen.

00:10:06: Wie funktioniert das?

00:10:07: Das ist die sogenannte mechanische Trombectomie.

00:10:09: Das ist ein Verfahren, das ein bisschen ähnlich funktioniert wie der Herzkatheter, bei dem also im Falle der Trombectomie immer über die Leißenarterie ein Draht in das Gefäßsystem des Patienten eingeführt wird.

00:10:23: Dann kann man dann unter Röntgenkontrolle und indem man einen Kontrastmittel spritzt und somit dann auch die Adern sichtbar machen kann, den Katheter Richtung hinführt.

00:10:33: dann mit einem kleinen Käfig, einem kleinen Maschendrahtsystem, den Trombus, das Blutgerinn so greift.

00:10:39: oder auch absaugt und somit dann aus dem Engstelle, aus dem verschlossenen Gefäß und schließlich auch über die Leistenarterie aus dem Körper herauszieht.

00:10:49: Das ist ein Verfahren, das man entweder zusammen mit der Lysotherapie anwenden kann, dann wäre der erste Schritt die Lysotherapie und der zweite Schritt die Katheterbehandlung.

00:10:59: Es gibt aber eben auch Fälle zum Beispiel bei den Patienten, die halt aufgrund von Vorhofflemann-Marcoma einnehmen, die jetzt in ihren Gerennungswerten so eine Konstellation haben, dass man besser keine Lüsetherapie durchführt, dann kann man auch anstelle der Lüsetherapie, wenn die Voraussetzungen ansonsten passend sind, ein sogenannter Nahe an der hier in Basis gelegener Arterienverschluss vorliegt, kann man eben auch das Blutgerinsel herausziehen und den Patienten auf die Art und Weise helfen.

00:11:27: Ja, und wenn die Behandlung erfolgt ist, dann komme ich bei Ihnen auf die Strokeunit, oder?

00:11:33: Was ist das eigentlich?

00:11:34: Die Strokeunit ist letztlich ein Konstrukt, das sich in... mittlerweile schon Jahrzehnte zurückliegenden Studien als sehr hilfreich erwiesen hat bei der Behandlung und Nachsorge akuter Schlaganfälle.

00:11:46: Das ist eine Station, die im Bereich der inneren Medizin, falls das Intermediate Care Station bezeichnet würde, die also eine besondere Form von Krankenstation ist, auf der Patienten sowohl ärztliche als auch pflegerischerseits, aber auch vonseiten unserer Ergo, Physiotherapeuten, unserer Logopäden besonders intensiv behandelt werden.

00:12:05: Der Aufenthalt ist dort in der Regel eher etwas kürzer als auf den normalen Krankenstationen, im Durchschnitt vielleicht ungefähr drei Tage.

00:12:14: Und wir haben da eben die Möglichkeit mit einer Monitorüberwachung am Patientenbett, auch unter anderem nach Ursachen und Risikofaktoren für Schlaganfälle zu suchen, z.B.

00:12:26: am Vorhof Flimmern, was wir durch die ständige EKG-Überwachung auch schon feststellen können.

00:12:32: Wir haben aber auch die Möglichkeit schon eine frühe Reha-Behandlung eben durch unsere Therapeuten vornehmen zu lassen, z.B.

00:12:38: wenn jemand eine Schwäche im Arm hat oder eine Sprachstörung, eine Schluckstörung, können wir das alles sehr genau diagnostizieren und behandeln, was aber auch eine ganze... Zentraler Punkt ist, dass man eben auch nach den Ursachen von Schlagerfällen schaut im Allgemeinen.

00:12:51: Das umfasst nicht nur die Rhythmusanalyse und das Vorhofflemmern, sondern auch Ultraschalluntersuchungen vom Herzen, bei dem man zum Beispiel eine krankhafte Querverbindung zwischen der linken und rechten Herzhöhle, ein sogenanntes persistierendes Vorrahmen ovale feststellen kann.

00:13:07: Man kann aber auch über Ultraschallentersuchen unter Halsschlag addern, vielleicht dort befindliche höhergradige Verkalkungen feststellen, die auch zu den häufigen Schlagernfallursachen zählen.

00:13:18: Ja, für die man ja Spezialisten braucht, die das auch sehen, oder?

00:13:20: Ja,

00:13:21: genau.

00:13:21: Und da sind wir auch besonders stolz, dass wir am Krankenhaus Schwarmstadt eben auch sehr gut vernetzt sind innerhalb des Hauses, innerhalb der Gefäßmedizin.

00:13:28: Da haben wir einmal unsere große Abteilung für Kardiologie, die sich das Herz in allen seinen Facetten anschaut, was die coronare Herzerkrankung angeht, die Herzinsuffizienz, viele, viele weitere Krankheitsbilder und eben auch die Rhythmologie, wo Herzrhythmusstörungen gezielt behandelt werden.

00:13:46: Genau,

00:13:47: die Geriatrie ist am... Ende unseres Behandlungszyklus angesiedelt, denn wir also mit den Patienten schon alle Behandlungen und alle Diagnostik durchgeführt haben, die für den individuellen Patienten wichtig sind.

00:14:01: Dann haben wir eben auch die Möglichkeit innerhalb unseres Hauses ohne Verlegung in einer externe Reha-Klinik eben auch schon einen Anschluss.

00:14:08: Reha stattfinden zu lassen, wo dann eben gezielt, wiederum auch durch alle therapeutischen Disziplinen, also Physiotherapie, Erkotherapie und Logopredie, genau die Einschränkung, die der Patient hat, eben zu überwinden im Rahmen einer etwa drei-wöchigen Reha-Behandlung.

00:14:25: Ja, genau.

00:14:26: Und wo ja dann wahrscheinlich auch die Medikation fortgesetzt wird, die Sie schon, die Sie einsetzen seit der Stroke-Unit, also die Profilaxe, dass es nicht wieder passiert, je nachdem ich weiß gar nicht.

00:14:38: Ja,

00:14:38: genau.

00:14:39: Also damit fangen wir auch so früh an, wie es eben möglich ist.

00:14:42: Bei der Lysotherapie muss man ein bisschen warten, dann darf man die Blutverdünnung nicht sofort ansetzen, aber in anderen Fällen machen wir das auch direkt am Tag der Aufnahme schon und setzen im Standardfall, wenn wir jetzt keine spezifischen Ursachen finden, können wir zum Beispiel einen Vorhofflemmen an Asperin als eine Art Blutverdünnung an und zu dem kommt noch ein Kollesterinsenker hinzu, der den Patienten die höchstmögliche Wahrscheinlichkeit oder Chance ermöglicht, eben nicht wieder einen Schlaganfall zu erleiden.

00:15:12: Deswegen spricht man von Sekundärprophylaxe, weil hier eben leider schon einen Schaden eingetreten ist.

00:15:16: Wir haben aber mit diesen medikamentösen Maßnahmen schon den bestmöglichen Schutz aufbauen, damit kein erneuter Schlaganfall auftritt.

00:15:24: Ja,

00:15:24: und haben Sie ja eben schon gesagt, was für Abteilung es bei Ihnen im Haus noch so gibt.

00:15:28: Die Neurologie behandelt ja auch nicht nur die Schlaganfälle, oder?

00:15:32: Ja,

00:15:33: die haben sie vollkommen recht.

00:15:34: Also die Schlaganfallbehandlung ist ein ganz wesentlicher Punkt, weil Schlaganfälle eben auch so häufig sind mit fast dreihunderttausend Fällen in Deutschland.

00:15:42: Das ist ein häufiges Krankheitsbild.

00:15:44: Aber wir behandeln natürlich auch das volle Spektrum der Neurologie.

00:15:47: Dazu gezählen auch die durch das Immunsystem bedingten Erkrankungen, wie zum Beispiel die Multiple Sklerose, aber auch die sogenannten neurodegenerativen Erkrankungen, bei denen das Nervensystem der Patient häufig schon im höheren Alter Abbauerscheinungen zeigt, sich bestimmte Zellen zurückbilden, da ist die Demenz zu nennen, am häufigsten die Alzheimer-Demenz, aber auch die Parkinson-Krankheit oder andere Bewegungsstörungen.

00:16:10: Es geht aber auch um um Epilepsie, wir behandeln und diagnostizieren Hirntumoren.

00:16:17: Das ist ein ganzes Spektrum.

00:16:18: Und aus euch aller Weltsymptome, die jeder von uns kennt, wie Kopfschmerzen oder Schwindel, führen sehr häufig zur Vorstellung in der Notaufnahme und ziehen nicht selten auch stationäre Aufenthalte nach sich.

00:16:27: Und genau da holen wir die Patienten ab und versuchen wirklich, sie dadurch alle Facetten von neurologischen Erkrankungen zu begleiten.

00:16:34: Vielen Dank für das interessante Gespräch.

00:16:36: Ich danke Ihnen.

00:16:38: Und wir sehen uns wieder auf www.astlepios.com, auf Facebook und auf YouTube oder im nächsten Podcast.

00:16:45: Werten Sie gesund!

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