Leberentzündungen - was tun?
Shownotes
Prof. Dr. Dominik Faust Chefarzt Med. II Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie Asklepios Klinik Langen https://www.asklepios.com/konzern/standorte/expertensuche/profil/prof-dr-med-dominik-faust-2810
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00:00:00: Leber in Zündung, was tun?
00:00:02: Guten Tag und herzlich willkommen zur Klinik Sprechstunde.
00:00:07: Dem Asklepios Gesundheits Podcast mit Kirsten Kahler und Ärztinnen und Ärzten der Asklepios Kliniken.
00:00:16: Eine Leberinsündung, die Hepatitis, kann sich zu einer lebensbedrohlichen Krankheit entwickeln.
00:00:21: Wenn man sie aber rechtzeitig erkennt, kann man sie stoppen, sagt Prof.
00:00:25: Dr.
00:00:25: Dominik Faust, Chefarzt der Gastroenterologie und Hepatologie an der Astepias-Klinik Langen.
00:00:32: Was tut die Leber für uns?
00:00:35: Die Leber ist eines unserer größten zentralen Stoffwechselorgane.
00:00:39: Die Leber hat unzählige Funktionen, die sie ausübt.
00:00:42: Die Leber kriegt zunächst einmal sehr viel Blut vom Herzen ab, ungefähr ein Viertel unseres Blutvolumens, was zirkuliert, kriegt die Leber extrem gut, euch blutet.
00:00:51: Und die Leber kriegt zusätzlich noch ganz viel nährstoffreiches Blut aus dem Darm, wo die Nährstoffe aufgenommen werden und muss es umbauen.
00:00:58: Das heißt also, die Leber ist entscheidend Stoffwechsel, die... Vitamine aufzubauen, Proteine aufzubauen, also Eiweißstoffe.
00:01:07: Sie nimmt Teil an der Immunabwehr unseres Körpers.
00:01:11: Sie bildet die Gallenflüssigkeit, sie reguliert mit den Zuckerhaushalt und sie ist auch ein Speicherorgan für Vitamine und andere Substanzen.
00:01:20: Das heißt, es kommen Produktevorstoffe in die Leber rein, werden weiter vor Stopp wechseln, verlassen die Leber, unsere ganzen Gerinnungsfaktoren werden in der Leber gebildet.
00:01:28: Also im Prinzip ein Riesenorgan dessen Funktion man auch nicht nachahmen kann.
00:01:33: Also das ist einfach ein Unikat unsere Leber und ohne die kommen wir nicht zurecht.
00:01:38: Ja, genau.
00:01:39: Und warum kann die sich entzünden?
00:01:41: Ja, also es ist so, wenn wir jetzt mal unter Mikroskop gucken würden, die kleinste Einheit ist die Leberzelle der Hepatocyte.
00:01:49: Und wenn irgendein schädigender Faktor auf diesen kleinen Hepatocyten einwirkt, dann kann der geschädigt werden und reagiert mit einer Entzündung.
00:01:57: Das können ganz, ganz viele Ursachen können dahinter stecken.
00:02:01: Es kann eine Virusinfektion sein, egal ob akut oder chronisch.
00:02:05: Es kann sein, dass ein Patient eine Fit-Einlagerung in der Leber hat im Rahmen eines metabolischen Syndromes.
00:02:12: Es können autoimmune Lebererkrankungen sein.
00:02:15: Es können Leberspeichererkrankungen sein.
00:02:17: Es können Medikamente sein, die darauf einwirken.
00:02:20: Also da haben wir eine ganz große Bandbreite an Ursachen, die unsere Leber schädigen können.
00:02:25: Ja.
00:02:27: Viren, also Hepatitis B ist sehr bekannt, Hepatitis C, A gibt es auch.
00:02:33: Ich glaube, es gibt noch mehr.
00:02:34: Es gibt noch mehr
00:02:35: von
00:02:35: Hepatitis A, B, C mittlerweile.
00:02:37: Ja, geht bis E, ja.
00:02:42: Was muss ich wissen?
00:02:42: Oder wie unterscheiden die sich?
00:02:44: Wie kann ich das einschätzen?
00:02:45: Wir müssen uns nochmal unterscheiden.
00:02:46: Viren, die eine akute Entzündung an der Leber machen.
00:02:49: die das Immunsystem dann irgendwann eliminiert, die heilen aus, das sind klassisch die Hepatitis A und die Hepatitis E, die heilt in aller Regel nach einem akuten kurzen Verlauf aus, hinterlässt einen lebenslangen Immunschutz und man hat keine Probleme mehr damit.
00:03:03: Dann haben wir die große Gruppe der Hepatitis B-Virusinfektion, übrigens weltweit die häufigste chronische Virusinfektion, die wir kennen.
00:03:10: Und die Hepatitis B kann bei Fünf Prozent der Erwachsenen, wenn man sich damit infiziert hat, chronisch verlaufen und somit eine permanente Entzündung in der Leber unterhalten, die zu einem chronischen Leberschaden führen kann.
00:03:23: Genauso die Hepatitis C, auch ein Virus, von dem wir wissen, dass es fast, wenn man sich damit ansteckt, fast immer chronisch verläuft und über viele Jahre, manchmal auch im kurzen Verläufen, einen schweren, akuten und später chronischen Leberschaden hervorrufen kann.
00:03:37: Hepatitis B und C muss man kennen, man kann darauf testen, sich untersuchen lassen und wir wissen eben, dass Hepatitis B und C typischerweise durch Blut, Blutprodukte und insbesondere auch die Hepatitis B über sexuelle Kontakte übertragen werden kann.
00:03:51: Ja genau, wir haben eine nächste Frage gewesen, woher krieg ich das?
00:03:55: Ja, also B, C und A.
00:03:57: Also A, fangen wir mal, A, die Hepatitis A ist eigentlich eine akute Infektion, die man sich über Lebensmittel, verunreinigte Lebensmittel zuziehen kann.
00:04:06: Und die Hepatitis B und die Hepatitis C wird direkt durch Blutkontakt oder Kontakt mit Blut und Blutprodukten, da können auch sexuelle Kontakte zu übertragen.
00:04:16: Ja, jetzt habe ich erst mal eine Zwischenfrage, chronisch.
00:04:19: Also ich habe jetzt gelernt, die A ist nicht chronisch, die ist akut.
00:04:22: Das heißt, die geht dann irgendwie wieder weg mit oder ohne ihre Hilfe, aber sie geht weg.
00:04:27: Die anderen irgendwie nicht.
00:04:28: Genau, die Hepatitis A geht ohne die Ärztlich-Hilfe weg, die heilt spontan aus.
00:04:33: Das ist einfach ein Verlauf einer Infektion, genauso wie banalakrippale Infekt.
00:04:37: Ist ja auch virale Infekt irgendwann aushalt.
00:04:39: Der bleibt ja auch nicht chronisch.
00:04:41: Aber die anderen Viren, eben die... B und C, die können chronisch verlaufen.
00:04:47: Und da müssen wir eben gucken, was können wir dagegen tun.
00:04:49: Also fangen wir mit der Hepatitis C an, weil da ist es ein Quantensprung in der Therapie.
00:04:55: Die Hepatitis C können wir mittlerweile erfolgreich behandeln mit einfachen Methoden.
00:05:00: Ein Patient kriegt eine bestimmte Kombination von Medikamenten in Tablettenform über sechs bis acht Wochen.
00:05:05: Und wir können davon ausgehen, zu neun und neunzig, neun Prozent.
00:05:08: das Virus ist damit abgetötet.
00:05:10: Die Hepatitis B, die verläuft Chronisch, hatte ich ja schon gesagt, und das Problem ist bei der Hepatitis B in bestimmten Formen oder Phasen der Entzündung müssen wir sie behandeln.
00:05:21: Dann geben wir Medikamente, so wie wir das ursprünglich aus der HIV Therapie kennen, also Medikamente-Virus-Dartiker sagen wir dazu, die die Vermehrung des Virus unterdrückt, idealerweise auf Null runterbringt.
00:05:33: Je weniger Virus im Körper aktiv ist, umso weniger Schaden kann das Virus an der Leber anrichten.
00:05:38: Also das sind so im Prinzip dann die Optionen, die wir bei den chronischen Virus-Hepatiten... Beherbertitäten B und C haben.
00:05:45: Wenn gleich bei der C, muss man sagen, Meilensteine in der Entwicklung, die können wir jetzt wirklich erfolgreich behandeln.
00:05:52: Ja, nochmal zurück zu den Medikamenten.
00:05:54: Nämlich die dann bei der B ein Leben lang?
00:05:57: Wahrscheinlich muss man sie ein Leben lang dann einnehmen, weil wenn man das weglässt, genau wie bei der HIV-Infektion, dann ist also das Medikament, dass das Virus unterdrückt, das ist aus dem Körper draußen, das Virus vermehrt sich wieder rasant und kann dann eben Schaden anrichten.
00:06:11: Ja, und also lange war ja, Sie sprachen ja eben auch von einem Meilenstein, also lange war ja Hepatitis C in dem Ruf die Allerschlimmste von allen zu sein.
00:06:21: Das klingt jetzt bei Ihnen ein bisschen anders.
00:06:23: Genau, die, sagen wir mal, die Entwicklung der letzten gut zehn Jahre hat das gezeigt.
00:06:30: Wenn ich es richtig erinnere, sind die ersten Medikamente, die den Durchbruch in der Therapie der Hepatitis C gemacht haben in Europa, und sprich Deutschland zugelassen worden, eine rasante Weiterentwicklung in der Pharmakologie.
00:06:41: Und wir haben jetzt wirklich Standardmedikamente, mit denen wir die Patienten sechs bis acht Wochen behandeln und das Virus ist weg.
00:06:47: Also das ist phänomenal in dieser Geschichte.
00:06:50: Wir haben kein Impfstoff gegen die Hepatitis C, obwohl das Virus, neunzehn, hundert, neunund achtzig erstmals beschrieben wurde.
00:06:56: Aber wir haben... Topmedikamente und das nimmt die Gefahr und die Angst vor der Hepatitis C im Prinzip.
00:07:02: Das heißt dann, ich kann mich mit der Hepatitis C unter Umständen neu anstechen?
00:07:08: Ja.
00:07:08: Aha, und kann dann froh sein, dass das Medikament so gut wirkt dagegen.
00:07:13: Und gegen die kann ich mich impfen.
00:07:16: Aber bin ich dann einmal infiziert?
00:07:18: Bin ich dann immun?
00:07:19: Nein.
00:07:20: Also wie gesagt, bei den Erwachsenen, fünf Prozent der Infektionen verlaufen chronisch.
00:07:25: Fünfe und neunzig heilen tatsächlich innerhalb von sechs Monaten ungefähr spontan aus.
00:07:29: Aber wenn man eine chronische Hepatitis B hat, ist man nicht immun.
00:07:32: In dem Sinne, weil das Virus ist ja weiter im Körper drin, theoretisch klar könnte man sich nicht noch ein zweites Mal parallel mit einer neuen Hepatitis B anstecken, aber man hat die chronische Infektion schon in sich drin.
00:07:44: Sie haben was ganz, ganz Wichtiges gesagt, da müssen wir mal drauf abheben, die Impfung.
00:07:49: Also gegen die Hepatitis B kann man erfolgreich impfen und auch schon hier in Deutschland, das empfiehlt auch die ständige Impfkommission, auch schon die Säuglinge werden gegen die Hepatitis B geimpft.
00:08:01: Mit diesem Impfprogramm, wenn man das über die ganze Welt ausrollen könnte, könnte man auch die Hepatitis B wahrscheinlich theoretisch auch von diesem Planeten verbannen.
00:08:09: Ja, und das wäre ja schön, dieses Ziel zu erreichen, was mich ja zu der Frage führt, warum müssen wir das überhaupt behandeln?
00:08:17: Ja, alle chronischen Faktoren, die unsere Leber schädigen, dann zu einer Hepatitis, wie wir das nennen, führen.
00:08:23: Hepatitis meint begrifflich nur eine Leberentzündung, sagt ja noch gar nichts darüber aus.
00:08:27: woher ihr ins Zündung kommt.
00:08:29: Aber alles, was die Leber chronisch schädigt, kann dazu führen, dass dieses hochkomplexe Organ sich langsam bindegewebig umbaut, über den Schritt einer Fiprose bis hin zur Zirrose geht.
00:08:41: Das heißt, hochspezialisierte Leberzellen sterben ab, werden durch billiges Bindegewebe ersetzt und das kann bis zum Vollpilt einer Leberzirrose führen.
00:08:49: Und eine Leberzirrose ist ein hochgradig komplexes und ernstzunehmendes Krankheitsbild mit ganz, ganz vielen Komplikationen, auch tödlichen Komplikationen, die Patienten mit Leberzerose eintreten können.
00:09:02: Und ungeachtet dessen, auch jede chronische Leberschädigung durch irgendein Agens ist ein Risikofaktor, dass diese Leber einen Tumor entwickelt.
00:09:11: Ein sogenanntes hepato-zelluläres Karzinom oder auf Deutsch den primären Leberkrebs.
00:09:16: Und auch all das gilt es ja so gut, wie es können.
00:09:18: präventiv zu verhindern.
00:09:20: Ja, ist das eine häufige Folge, die eintreten würde, wenn man sie nicht behandelt?
00:09:26: Eine Tumorerkrankung.
00:09:28: Entweder genau, also erst die Zerose und daraus der Krebs oder gleich der Krebs, ist das was, wo man sagt, in fünf Prozent aller Fälle oder in dreißig Prozent aller Fälle?
00:09:37: Man
00:09:38: kann irgendwo wahrscheinlich zwischen fünfzehn bis dreißig Prozent davon ausgehen, dass sich Tumore entwickeln.
00:09:43: Es kommt aber auch immer ein bisschen darauf an, was ist die Die Grundursache, die Virushepatitäten, gerade die Hepatitis C sind ein hoher Risikofaktor für die Entstehung von Leverkrebs.
00:09:53: Genau.
00:09:53: Das heißt also, was man tun kann, ist, sich impfen lassen.
00:09:56: Vielleicht auch hat es Sinn, gibt's Symptome, auf die man
00:10:00: achten kann?
00:10:00: Also die Frühsymptome einer chronischen Lebererkrankung sind sehr unspezifisch.
00:10:05: Also ganz allgemein.
00:10:07: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit, manchmal Juckreiz.
00:10:12: Aber das ist ganz unspezifisch.
00:10:13: Also im Zweifel soll aber muss man mit dem Arzt sprechen, seine Symptome schildern und der Arzt wird dann natürlich auch an chronische Lebererkrankungen denken, an entsprechende Untersuchungen veranlassen.
00:10:23: Ja, jetzt haben wir über die Virushypatitis-Erkrankungen geredet.
00:10:29: Es gibt ja noch die Fettleber.
00:10:31: Ja.
00:10:32: Das ist ja was ganz anderes.
00:10:33: Das
00:10:33: ist was ganz anderes.
00:10:34: Aber auch hier, die Ursache ist, ist die Leber ist ein zentrales Organ in unserem Fettstoffwechsel.
00:10:40: Auch hier kommt es zu einer... Ablagerung von Fett in der Leberzelle und das wiederum löst eine Entzündung aus, wenn das übertrieben ist, diese Fettablagerung.
00:10:50: Ja, Fettleber darf man eigentlich gar nicht mehr sagen.
00:10:52: Es gibt eine neue, etwas längere Definition überbegrifflich, die metabolische Dysfunktion assoziiertes der totische Lebererkrankung.
00:11:00: Im Volksmann sagen wir weiterhin Fettleber.
00:11:03: Was müssen wir wissen?
00:11:04: Die Fettleber ist ganz, ganz häufig vergesellschaft mit anderen, ich darf es so nennen, Wohlstandserkrankungen.
00:11:10: Das heißt, wir sagen dazu, das metabolische Symptom.
00:11:13: Das ist grob zusammengefasst, das Übergewicht der Diabetes mellitus Typ II, Fettsstoffwechselstörungen und aber auch Bluthochdruck.
00:11:23: Also das sind so das, was im Prinzip das täglich Brot des Hausarztes ist, diese Erkrankungen zu sehen und zu identifizieren.
00:11:30: Und wenn wir jetzt die Konstellation haben von diesen metabolischen Faktoren, die ich gerade aufgezählt habe, ist ein Kriterium erfüllt und wir haben dann durch eine ganz simple Bildgebung, Ultraschall der Leber zum Beispiel, sehen wir, dass die Leber steatotisch ist, also verfettet ist, dann ist das ein Patient, der eine Fettleber hat und dann müssen wir gucken, was passiert.
00:11:50: Es sind keine Risikofaktoren, wir haben nur das Bild eines Deatoses Hepatis, die Leberwerte sind normal, ist das wahrscheinlich, dass das zu einer fluoriden Fettleberentzündung bis hin zur Zerose läuft?
00:12:03: eher unwahrscheinlich, habe ich Risikofaktoren.
00:12:05: Die dazu kommt, da reicht nur der Bluthochdruck, ist das schon wieder so, dass wir hier aufpassen müssen, ob der Patient nicht im Verlauf dann doch eine Komplikation seiner Fettleber entwickelt.
00:12:15: Das heißt, da ist es wirklich an uns, all diese Co-Faktoren optimal einzustellen, den Patienten so motivierend Gewicht abzunehmen, seine Begleiterkrankung mit dem Hausarzt oder mit dem Facharzt.
00:12:26: wunderbar einzustellen, dass idealerweise alles im Normbereich ist.
00:12:31: Okay, also man kann Blutdruck, Tabletten dann schlucken, man kann einen Cholesterinsenker nehmen, man kann Gewicht abnehmen.
00:12:40: Was geht denn so, also Thema essen, trinken?
00:12:44: Thema essen, trinken, beim Fettleber-Patientchen natürlich eine Kalorienreduzierte Diät, dass man, ja klar, also klar.
00:12:54: ganz allgemein jeder Mensch, der eine Lebererkrankung hat, sollte kein Alkohol trinken.
00:12:59: Das ist banal, das glaube ich.
00:13:01: Aber Alkohol und Fett ja irgendwie nicht dasselbe sind, oder?
00:13:04: Alkohol und Fetts sind nicht dasselbe, aber... Also ein Glas Sekt an Silvester wird wahrscheinlich nichts machen einmal in zwölf Monaten.
00:13:11: Aber wenn man zu viel Alkohol trinkt, was passiert an der Leber?
00:13:15: Zwei Dinge werden gestört.
00:13:16: Einmal der Alkohol blockiert die natürliche... Fettabbau in der Leber und gleichzeitig, dummerweise, wird die Stimulation fett aufzubauen.
00:13:27: gepusht.
00:13:27: Und dann haben wir also zwei Sachen, die gegeneinander spielen.
00:13:30: und das führt dann eben dazu, auch wenn ein Alkoholiker, ich darf es mal so extrem sagen, sonst schlank wäre, dass er eine Fettleber kriegen kann, weil der Alkohol negativ in den Fettstoffwechsel der Leber eingreift.
00:13:40: Das heißt, man behandelt die Fettleber durch Senker im weitesten Sinne?
00:13:47: Wenn noch eine echte Fettstoffwechselstörung besteht, würde man das Medikamentös ein... Stellen, aber ansonsten muss man eben, das ist das Schlagwort, Lifestyle Modification.
00:13:58: Also der Patient mit der Fettleber muss sein Gewicht reduzieren.
00:14:01: Der muss sich mehr bewegen.
00:14:02: Das ist immer noch der beste Stimulus, um Fett abzubauen.
00:14:05: Nicht nur im Bauch, sondern auch in der Leber ist die regelmäßige Bewegung.
00:14:09: Also das ist da, wo wir unsere Patienten hinführen und begleiten und beraten müssen.
00:14:13: Es gibt da keine Superpille, mit der wir das alles gerade ziehen könnten.
00:14:17: Ja, und wenn ich meine Fettleber nicht behandeln lasche?
00:14:21: Wenn... Sie, die ihre Fettleber nicht behandeln lassen und metabolische Risikofaktoren haben, haben Sie auch ein deutlich erhöhtes Risiko, dass die Entzündung in der Leber fortschreitet und genau wie bei der Virus Hepatitis, dann über die Entzündung Fett in der Leber zur Fiprose bis hin zur Zeroson allen Komplikationen laufen kann.
00:14:39: Ja,
00:14:39: das heißt also, je früher erkannt und je schneller behandeltest du, besser ist.
00:14:44: Ja, ganz genau.
00:14:44: Also wir sollten wirklich... Gucken wir Ärzte, dass wir screenen auf Lebererkrankungen, die Patienten gezielt befragen, aber auch jeder für sich dran denkt.
00:14:53: Und da reicht es im Prinzip ganz banal aus, wenn man einmal im Jahr zum Hausarzt geht und was man so im Volksmund sagt, ein kleines Blutbild machen lässt mit den Standardleberwerten.
00:15:02: Das ist billig und sehr effektiv.
00:15:04: Da kann man schon gucken, ist hier eine Gefahr.
00:15:06: Arzt-Patientengespräch, habe ich Risikofaktoren, habe ich ein Diabetes.
00:15:09: Wie sieht meine Leber am Ultraschall aus?
00:15:11: Das sind alles Standarduntersuchungen, die man sehr schnell... durchführen lassen kann.
00:15:16: Vielen Dank für das schöne Gespräch.
00:15:18: Ich danke Ihnen.
00:15:19: Und wir sehen uns wieder auf webe wie Astlepios.com, auf Facebook und auf YouTube oder im nächsten Podcast.
00:15:27: Werten Sie gesund!
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