Dialyse – Worauf kommt es beim Shunt an?
Shownotes
Dr. Isabell Jester Chefärztin Shuntchirurgie Asklepios Klinik Barmbek https://www.asklepios.com/konzern/standorte/expertensuche/profil/dr-isabell-jester-34947
Kontakt Shuntchirurgie Asklepios Klinik Barmbek: https://www.asklepios.com/barmbek/abteilungen-spezialistinnen/abteilungen/shuntchirurgie
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00:00:00: Dialyse, worauf kommt es beim Schand
00:00:03: an?
00:00:04: Guten Tag und herzlich willkommen zur Klinik Sprechstunde.
00:00:08: Dem Asklepios Gesundheits Podcast mit Kirsten Kahler und Ärztinnen und Ärzten der Asklepios Kliniken.
00:00:17: Nierenversagen ist eine ernste Erkrankung.
00:00:20: Die Dialyse wird zum ständigen Begleiter.
00:00:23: Warum die Dialyse, die Lebensqualität deutlich steigert, erklärt Dr.
00:00:27: Isabel Jester.
00:00:28: Sie ist Chefärztin der Schandchirurgie, die Teil des Schandzentrums, der Astlepias Klinik Barmbeck ist.
00:00:35: In welcher Situation sind die Patienten, die zu Ihnen kommen?
00:00:38: Ja, die meisten Patienten sind in einer Situation, in der eine langjährige Erkrankung der Niere dahin führt, dass die Dialyse dann doch in die Nähe rutscht und sie sich darauf vorbereiten, dass hier eine Dialysehandlung benötigen werden.
00:00:53: Und zu der Dialysebehandlung gehört dann eben auch die Frage, über welchen Zugang kann diese Dialyse stattfinden.
00:00:59: Ja, diese Dialyse, weil die ja eigentlich schon auf eine Spendernniere warten?
00:01:07: Ja, also Patienten werden erst für eine Spenderniere gelistet, wenn sie mit der Dialyse angefangen haben.
00:01:12: Also das ist ein Prozess, der dann relativ lange, lang Jahre dauert, der viele, viele Voruntersuchungen auch erforderlich macht.
00:01:20: Also das heißt, die meisten Patienten beginnen tatsächlich mit der Dialyse und bekommen dann im Laufe der Jahre eine Spenderniere, wenn es denn eine Meere ist von einem ihnen unbekannten Menschen, manche Menschen haben das Glück, dass sie tatsächlich jemand haben, der für sie spendet, dann kann es auch mal schneller gehen.
00:01:36: Denn auch eine Spenderniere wartet man in der Regel jetzt tatsächlich in Deutschland um die zehn Jahre.
00:01:42: Und diese Dialyse, was ist das Prinzip?
00:01:47: Ja, Dialyse bedeutet ja ein Prinzip, dass die Nierenfunktion oder ein großer Teil der Nierenfunktion ersetzt werden muss.
00:01:53: Die Nieren hat ja ganz, ganz viele Funktionen im Körper.
00:01:56: finde sie ja so interessant, dass sie fast noch geheimnisvoller und vielseitiger ist, als das, was das Rehislam irgendwie macht.
00:02:04: Aber das, was die Niere vor allen Dingen macht, ist die Wasserausscheidung.
00:02:08: Also das Wasser, das wir zu uns nehmen, muss ja irgendwie auch wieder raus.
00:02:12: Das macht die Niere, aber sie entgiftet ja unseren Körper zum Großteil auch.
00:02:16: Also Stoffe, die beim Stoffwechsel allgemein, bei Bewegungen.
00:02:24: Die müssen irgendwie raus, das macht zum einen die Leber, das macht aber vor allen Dingen eben auch die Niere und die muss der Körper dann los werden, wenn die Niere es nicht mehr kann.
00:02:32: und das macht die Dialyser, also Wasserentzug und Entgiftung im Prinzip des Körpers.
00:02:37: Sie macht auch noch ganz viele Hormone zur Gutbildung für den Klochenstoffwechsel und so weiter, also deswegen meine ich sie sehr vielseitig aufgestellt.
00:02:45: Aber das, was wir an der Dialyse quasi ersetzen, ist eben das Wasser raus und Giftstoffe raus.
00:02:52: Ja, und das geht ja einmal über eine Maschine,
00:02:56: glaube ich.
00:02:57: Der Dialyse ist dann im Prinzip, dass man eine Membran hat und dass zwei Flüssigkeiten entlang dieser Membran laufen.
00:03:03: Das eine ist eben das Dialysat, also die Flüssigkeit, die im Prinzip Wasser und Giftstoffe mitnehmen soll.
00:03:09: Und das andere ist das Blut, was diese Giftstoffe abgibt.
00:03:12: Und diese Membranes sehen so konzipiert, dass sie nur diese Dinge durchlässt.
00:03:16: Der Rest bleibt quasi im Blut.
00:03:18: Aber die Giftstoffe wandern in dieses Dialysat, in diese Flüssigkeit.
00:03:21: Und die Flüssigkeit wird eben auch entlang eines so genannten osmotischen Drucks dann quasi in dieses Dialysat gefiltert.
00:03:30: Wenn es über eine Maschine läuft, dann ist es ja aufwendige Sachen.
00:03:32: Also diese Hämodialyse, lange und häufig, oder?
00:03:38: Für den Patienten?
00:03:40: Man kann zum einen unterscheiden, diese Membran kann, wie Sie das gerade angesprochen haben, in einer Maschine sein.
00:03:46: Dann ist es eben eine sogenannte Dialylmaschine.
00:03:49: Dann muss das Blut aus dem Körper raus in die Maschine, dort quasi gewaschen werden, und dann in den Körper zurück.
00:03:56: Und das ist ein Prozess, der ja ... ... eigentlich eine Funktion ersetzen soll, ... ... die Vierundzwanzig Sieben stattfindet, ... ... nämlich eigentlich ... ... und lebensundwendig ist.
00:04:04: Ja.
00:04:05: Und das wird eben in ... ... üblicherweise drei Dialysebehandlungen in der Woche ... ... meistens in einem Dialysezentrum ... ... dann durchgeführt.
00:04:15: Es gibt aber auch ... ... einige wenige Patienten, ... ... die das sogar auch zu Hause selber durchführen.
00:04:21: mit der Maschine oder mit der Maschine?
00:04:24: Aber es gibt noch andere Möglichkeiten als über eine Maschine, oder?
00:04:27: Ja, also man kann auch das Bauchfell als diese beschriebene beim Bran selber nutzen, sowas nennt sich dann Bauchfelldialyse, das bedeutet, dass dieses Dialysat, was also die Giftstoffe mitnehmen soll aus dem Blut, quasi das Bauchfell selber ist und man über einen Katheter, der zuvor implantiert werden muss, diese Flüssigkeit, das Dialysat, in den Körper quasi einlaufen lässt, dann über das Brauchfeld als Membran die Giftstoffe aufnimmt und dann sozusagen wieder in einen anderen Beutel eben abläuft.
00:04:57: Und was macht man da währenddessen selbst?
00:05:00: Also man muss ein Patient, man kann sitzen, man kann... Es gibt unterschiedliche Verfahren.
00:05:07: Es gibt Verfahren, die kontinuierlich laufen, da muss man tatsächlich liegen.
00:05:11: Es gibt aber auch Verfahren, wo man intermittierend, also quasi zwischenzeitlich auch im Intervall die Behandlung durchführen kann.
00:05:21: Das heißt, morgens wird das eingelaufen, dann kann man damit zur Arbeit gehen und kann dann innerhalb von weniger Stunden quasi das wieder ablassen.
00:05:30: Ist das nicht besser als eine Maschine?
00:05:33: Ja, es ist besser als eine Maschine im Prinzip, weil es natürlich nicht eine so große Verschiebung des Blutes in die Maschine bedeutet und damit natürlich auch sehr kreislaufwirksam ist.
00:05:44: Das ist viel, viel schonener, weil im Prinzip das Blut ja gar nicht berührt wird.
00:05:48: Das bleibt ja in den Gefäßen sozusagen des Körpers.
00:05:52: Es ist aber leider eben nicht für alle Patienten geeignet.
00:05:55: Das ist für Patienten nicht geeignet, die selber das Verfahren nicht durchführen können.
00:05:59: Aber es ist eben auch nicht für Patienten geeignet, die zum Beispiel gar keine Restausschauung mehr haben oder ihre Trinkmengen Einfuhr nicht unter Kontrolle haben.
00:06:08: Wahrscheinlich ist es auch beliebig anfällig gegen... Keime und was das Leben sonst noch zu bietet?
00:06:14: Naja, dadurch, dass es natürlich ein System ist, was das Außen mit dem Innen verbindet, haben Sie recht, ist es natürlich immer auch ein bisschen die Gefahr, dass Keime von außen in den Bauchraum gelangen.
00:06:23: Dann kann es eine Bauchfellentzündung geben, die man vielleicht antibiotisch behandeln kann, aber die meistens dazu führen, dass irgendwann das Verfahren sich dann eben auch erschöpft.
00:06:33: Das heißt also eigentlich eine sehr praktische Sache, aber doch sehr risikobehaftet für den Patienten diese Bauchfelddialyse.
00:06:42: Ja, also im Prinzip ist das so, der Patient kann das schon ganz gut kontrollieren und die Bauchfeldentzündung ist eine Entzündung, die im abgeschlossenen Raum ist.
00:06:51: Die führt natürlich unbehandelt durchaus zu Komplikationen.
00:06:55: Wenn ihr aber früh erkannt wird, ist es eben anti-biotisch gut in den Griff zu bekommen.
00:06:59: Beziehungsweise wenn der KT da dann irgendwann entfernt ist, kann man das wirklich sehr gut behandeln.
00:07:03: Also es ist nicht dauerhaft und ständig eine Lebensbedrohung für den Patienten.
00:07:08: Es gibt ja noch eine andere Art des Zugangs für die Dialyse.
00:07:11: Da läuft ja, glaube ich, irgendwie übers Herz, oder?
00:07:15: Oder beziehungsweise über so einen Zugang hier unter dem Schlüsselbein?
00:07:19: Also wir haben jetzt quasi gerade über die Möglichkeit der Bauchvergelösung
00:07:22: gesprochen.
00:07:22: Es gibt irgendwie diese Möglichkeit der sogenannten Hemo-Dialyse, wo die es im Rahmen einer Maschine ist.
00:07:27: Und da gibt es zwei Formen von Zugängen.
00:07:28: Das eine ist über einen Schand.
00:07:31: Das ist ja das, was wir vor allen Dingen machen, aber im Akutfall kann man auch diese Dialyse über einen Katheter machen.
00:07:37: Das ist ein Katheter, wahrscheinlich das genau.
00:07:39: Der wird über die Halswähne hier meistens rechts eingebracht und dann liegt dann quasi mit seiner Spitze mitten im Eingangsbereich des Herzens.
00:07:48: Da ist so eine kleine Höhle und da baumelt der Katheter quasi so drin in dieser Höhle und wird dann hier vom Hals aus Unter der Haut getunnelt, kommt hier unterhalb des Schlüsselbeinsam raus und hat dann quasi so zwei Anschlüsse.
00:08:02: Über den einen Anschluss kann das Blut dann in die Maschine laufen, wird dort gewaschen und über den anderen Anschluss geht es quasi in den Körper zurück.
00:08:09: Aber auch da ist es so, es ist eben immer eine Verbindung zwischen Außen und Innen, ähnlich wie bei dem Bauchwerk-Katheter.
00:08:16: und stellt damit tatsächlich vielleicht sogar noch ein bisschen höheres Risiko dar, denn wenn die Bakterien über den Katheter mal in den Körper gelangen, sind sie ja mitten im Herzen, mitten im Zentrum.
00:08:25: Die Bakterien können dann von der Ausgabe direkt in den ganzen Körper verteilt werden und dann eben tatsächlich eine Gutvergiftung machen, das ganze Körper.
00:08:31: Also das ist, wenn es sich entsündet, sicherlich noch mehr dramatischer als die Infektion.
00:08:36: über den Bachfeld-Diolise-Katheter?
00:08:38: Sie sagten ja auch gerade, dass es eigentlich das Mittel, wenn man schnell anfangen will, mit der Diolise oder schnell anfangen muss.
00:08:45: Und es ist vielleicht für viele Patienten etwas vorübergehendes zu einer anderen Art Dauerzustand oder Langzeitzustand.
00:08:53: Und das ist der Schand.
00:08:56: Allein das Wort Schand ist ja schon ein ganz spezielles S-H-U-N-T, lernt man ja auch nicht in jedem Englischunterricht.
00:09:03: Worum dreht es sich da beim Schand?
00:09:06: Ja, also bei Patienten, die bei den, die Nierenerkrankungen eben länger schon bekannt ist, das war ja quasi unsere Eingangssituation.
00:09:15: Und man langsam merkt, okay, die Werte verschlechtern sich immer.
00:09:18: Es geht meistens nicht so bergab, sondern immer wellenförmig.
00:09:22: Also selbst wenn das schlechter geworden ist, wird es oft wieder besser.
00:09:25: Aber der Nephrologer der Nierenarzt muss quasi so die Gesamtlinie gut erkennen und sagen, okay, Jetzt, in den nächsten Wochen und Monaten kann es sein, dass mein Patient tatsächlich eben Dialyse pflichtig wird, also dass die alternieren Funktion nicht mehr ausreicht.
00:09:41: Und dann ist es eigentlich an der Zeit, dass der Ideal zuständig ist, dass er dann schon die Patienten zu uns in die Chantur geschickt, damit wir einen solchen Zugang vorbereiten, der dann letzten Endes diesen sogenannten Vorrufkarteter, den geturtenen Karteter, vermeiden kann.
00:09:55: Das versuchen wir nämlich eigentlich mal.
00:09:57: Und dann sind wir eben in der Lage, diesen Schand zu kreieren.
00:10:00: Und der Schand hat dann noch Zeit, sich zu entwickeln.
00:10:02: Schand bedeutet in diesem Fall, dass wir eine Verbindung herstellen zwischen einer Wehen und einer Atelier.
00:10:07: Also wir brauchen einen...
00:10:09: Das können wir
00:10:10: uns in der
00:10:10: Zeit...
00:10:13: Genau, und zwar idealerweise wird das am Unterarm durchgeführt, meistens am linken Arm, weil wir es meistens mit Rechtshändern zu tun haben.
00:10:22: Wir versuchen den Schand immer... auf der Gegenseite zu machen, da während der Dialysebehandlung, auf die wir gleich nochmal zu sprechen kommen, der auch dann still liegen muss, deswegen links, deswegen ist das Modell auch links.
00:10:35: Da wird dann eine Wehne, also ein Gefäß, was das Blut von der Hand eigentlich zum Herzen bringt, nach unten hin quasi durchtrennt, ein bisschen freigemacht, also mobilisiert.
00:10:49: und dann wird die Arterie freigelicht, die hier noch tiefer liegt, wird ausgeklemmt, wird längst eingeschnitten und dann wird die Vene mit einem ganz, ganz, ganz dünnen Faden auf die Arterie genäht.
00:11:01: Und man muss sich vorstellen, die Vene ist ungefähr drei Millimeter, die Arterie ist ungefähr zwei Millimeter in guten Zuschaft.
00:11:07: Also dann haben wir eine gute Ausgangsbedingung und dann haben wir einen Faden, der so dick wie ein Kopf fahre und dann müssen wir hier mit so einer Lumpenbrille diese Verbindung per Hand quasi feststellen.
00:11:18: Ja,
00:11:18: genau, mit dieser Dürrelle, die da ist.
00:11:21: Genau, das sieht gut aus.
00:11:24: Sieht professionell aus, ja.
00:11:25: Ist es
00:11:26: denn etwas, wenn Sie das machen, habe ich danach irgendwas auf dem Arme oder ist das alles unter Putz, sag ich jetzt mal?
00:11:35: Genau, also das ist ja letztendlich das, was Schand heißt.
00:11:39: Also das ist eine Verbindung zwischen dem Benösensystem und dem Atteriellensystem, was es sonst im Körper gar nicht gibt.
00:11:45: Wozu?
00:11:47: Wir brauchen für die Dialysebehandlung relativ viel Blut, was gut erreichbar ist.
00:11:53: Sie müssen sich vorstellen, dass während einer Behandlung ihr ganzes Blut, was in ihrem Körper ist, was so sieben bis acht Liter sind, bis zu zehn mal gewaschen werden.
00:12:01: Bei den meisten werden ungefähr achtzig Liter Blut pro Dialysebehandlung gewaschen.
00:12:06: Und dazu brauchen wir also einen Zugang, durch den mindestens fünfhundert Milliliter Blut pro Minute laufen, damit man diese achtzig Liter überhaupt erreichen kann.
00:12:17: Also die Maschine ist dann meistens auf ungefähr dreieinhalb Milliliter eingestellt, aber der Schand muss letzten Endes oder dieses ganze System, muss mehr Blut transportieren, weil man sonst bei jedem Saugen den Schand natürlich leer saugen würde.
00:12:29: Das heißt, das ist ein System, durch das sehr viel Blut fließt.
00:12:32: Und das entsteht dadurch, dass sie eben diese beiden Systeme, Wene und Atherie miteinander verbinden.
00:12:37: Also die Atherie bringt quasi das Blut, dass wir mal so ein bisschen wieder Wasser haben.
00:12:42: Und die Wene wird da wie ein Gartenschlauch angeschlossen, ist das Gefäß.
00:12:45: was man, sag ich mal, auch ein Stück weit verbrauchen kann, was jetzt keine weitere Funktionen noch für die Hand hat.
00:12:51: Wenen gibt es am Abend wahnsinnig viele, der Ablauf des Blutes erfolgt dann über andere Wenen.
00:12:57: Und diese Wenen führt dann eben relativ viel Blut und liegt idealerweise so oberflächlich unter der Haut, dass sie gut zu tasten ist oder sonst auch mit dem Ultraschallgerät darstellbar ist und dann mit zwei Nadeln für die Dialysebehandlung punktiert wird.
00:13:12: Erste Nadel läuft das Blut dann in die Maschine, wird gewaschen.
00:13:15: Und über die zweite Nadel quasi kontinuierlich in die Wehne und dann ist das gesamte System zurück.
00:13:21: Aber das hört sich für mich jetzt so an, als würde das Blut quasi dann bis zu dem Schand laufen und dann macht es aber schon wieder kehrt.
00:13:30: Was wird denn da aus meiner Hand?
00:13:31: Ja, also erfreulicherweise hat die Evolution uns so ausgestattet, dass wir ab der Ellenbeuge Teilt sich quasi die gesamte Arm-Atherie in zwei Arterien.
00:13:41: Die eine ist hier jetzt nicht dargestellt, läuft hier.
00:13:43: Die andere läuft hier vorne.
00:13:44: Und beide sind in einem Kreis sozusagen miteinander verbunden und teilen sich die Handdurchbutung.
00:13:49: Bevor wir so was machen, testen wir das natürlich bei der Untersuchung in der Sprechstunde.
00:13:54: Gucken, welche Arterie wie die Hand versorgt und schließen die Arterie nur dann an, wenn sie nicht der Alleinversorgung in der Hand ist.
00:13:59: Dann hat man hohes Risiko tatsächlich für eine Handdurchbutungsstörung.
00:14:03: Dann würde man den Schand, also das ist quasi eigentlich der Schand, zum Beispiel weiter oben anlegen, wo sich dann der Perfektionsdruck, also der Druck, mit dem die Hand durchblutet wird, dann einfach nochmal steigern lässt.
00:14:15: Ja.
00:14:17: Ich habe ja nun lange mit meiner mit der Nierenwäsche zu tun, also mit der Dialyse.
00:14:24: Ist das eine Operation und das war es dann mit uns beiden?
00:14:27: Oder sehen wir uns öfter?
00:14:29: Ja,
00:14:29: wie man es will.
00:14:30: Also ob jetzt leider oder nicht leider.
00:14:32: Also tatsächlich ist die Realität so, dass das ja lebendiges Material ist.
00:14:36: Und das ist auch gut so, weil dadurch ist es eben auch gar nicht infektionsanfällig.
00:14:41: Und kann auch nur weil es lebendiges Material ist, sich erst mal zu einem Schein entwickeln.
00:14:46: Das heißt, dass sowohl die Zuführung der Arterie als auch die Vene selber, ich habe ja gerade schon gesagt, die Arterie hat bestenfalls zwei Millimeter und die Vene drei.
00:14:55: Die muss noch größer werden.
00:14:56: Also die muss vorm Durchmesser größer werden.
00:14:58: Man sagt zumindestens fünf Millimeter, damit sie überhaupt tastbar ist und für die Nadel eben gut.
00:15:03: Punktierbar ist, wenn sie zu klein ist, dann rutscht die Nadel vielleicht gleich wieder hinten raus.
00:15:08: Also, fünf Millimeter sollte sie erreichen und sie muss in einer sogenannten Reifungszeit von ungefähr vier Wochen auch eine dickere Wand bekommen.
00:15:16: Also, die Vene, das unser Körper ja super ökonomisch, hat eine ganz, ganz dünne Wand.
00:15:20: Im Prinzip sind es die gleichen Wandschichten auch wie in der Arterie, nämlich drei.
00:15:24: Die Arterie ist aber sehr muskulös, weil sie viel den Brutdruck zum Beispiel reguliert.
00:15:29: Die Wehne ist ganz, ganz dünn, weil sie im Prinzip ja nur von Klappe zu Klappe so langsam das Blut wieder zum Herz zurücktransportiert.
00:15:35: Und das, was passiert, wenn man das anschließt, ist, dass die Wehne, wir sprechen davon, dass sie sich arterialisiert, also dass sie der Arterie quasi ähnlicher wird.
00:15:43: Sie wird dicker, sie baut alle drei Schichten richtig extrem auf und das brauchen wir auch, denn sonst ist wir im Luftballon, da ist dann hoher Druck drin, aber eine dünne Wand und wenn man da reinsticht weiß ja jeder, was passiert.
00:15:54: Das ist zerplatzt.
00:15:55: Und das passiert erwähnt ganz genau so.
00:15:57: Deswegen braucht sie quasi diese vier Wochen Reifungszeit, damit sie so stabil ist, dass sie dann, wenn sie angefangen wird, zu punktieren.
00:16:04: Und die Nadel, das muss man ganz ehrlich sagen, sind ja schon ein bisschen dicker als die normalen Blutentnahme.
00:16:09: Nadel, damit so viel Blut da reinfließen kann.
00:16:12: damit sie nicht gleich kaputt geht.
00:16:14: Und Sie haben ja schon gesagt, es wird genäht, aufeinander genäht und das mit so einer feinen Präzisionsbredder.
00:16:23: Wie läuft ansonsten die OP für den Patienten, um den Schand zu kreieren?
00:16:28: Ja, also ist es ja so, dass wenn Sie zu uns in die Sprechstunde kommen, wir ja erstmal sozusagen alles untersuchen, Sie den Akkusearzt vorstellen und überhaupt alles... drumherum auch nochmal an ihnen angucken, also sprich was haben sie sonst noch für Erkrankungen und so weiter.
00:16:45: Da müssen sie ein bisschen Zeit auch mit einplanen, bis das alles so organisiert und angeguckt ist und aufgeklärt ist.
00:16:52: und so braucht man fast schon einen ganzen Tag zum Teil.
00:16:56: Kann schon sehr aufwendig sein.
00:16:57: Und wenn sie dann kommen zu uns, dann kommen sie eigentlich am OP-Tag selber.
00:17:01: Also wenn Sie ansonsten noch gehefig sind und in einem guten Zustand, kommen Sie am Apparationstag selber zu uns und treffen als erstes auf den Narkosearzt.
00:17:10: Der Narkosearzt wird Ihnen dann eine Armbetreuung machen.
00:17:13: Idealerweise.
00:17:14: Denn das gehört quasi zu unserer Taktik dazu.
00:17:18: Wir möchten diese Verbindung möglichst weit Handbehörds machen.
00:17:22: Denn dann entsteht eine lange Bienenstrecke, die man über viele, viele Jahre benutzen kann.
00:17:28: In der Aufnahmeuntersuchung in der Sprechstunde waren sie vielleicht ein bisschen aufgeregt, weil jetzt die Dialyse wirklich näher kommt.
00:17:36: Dann ziehen sich die Gefäße zusammen.
00:17:38: Die Arme-Torben, die wir machen, die sollen nicht nur ihre Schmerzen verhindern während der Operation, sondern soll auch die Gefäße maximal weitstellen.
00:17:45: Und das tut sie, weil sie auch diese Fasern des sogenannten Sympathikus eben ausschaltet und dann stellt sich alles schön weit.
00:17:52: Also wenn die Armbetäubung durchgeführt ist, das wird Ultraschall gesteuert in der Achsel, werden die Nerven quasi mit Lokal-Anesthetikum umspült.
00:18:03: Dann kommen sie in den Europäer Saal und dann bin ich dann da mit meinem Ultraschallgerät und untersuch sie nochmal.
00:18:08: Und dann gucke ich, wo wir tatsächlich diesen Eindruck machen können, möglichst tief zur Hand hin.
00:18:14: Und dann mag ich mir genau, wo ich schneiden will, dass ich auch nicht irgendwie großen Schritt machen muss, sondern wirklich so klein wie möglich.
00:18:21: Dann nähe ich diese Verbindung und dann nähe ich die Wunde zu mit einem Faden, der sich von alleine wieder auflöst.
00:18:27: Da muss also kein Faden gezogen werden.
00:18:29: Da kommen noch so sterelle Pflasterstreifen drauf und dann ein Pflaster.
00:18:33: Und Sie sagen hier vorhin schon, also Sie sind interdisziplinär.
00:18:38: Darum, Sie gucken ja auch, welcher Zugang für mich am besten passt, in welchem Moment.
00:18:42: Was heißt interdisziplinär?
00:18:45: Interdisziplinär heißt ja natürlich, dass mehrere Fachrichtungen damit beteiligt sind, es schickt sie ja zum Beispiel einen Nephrologer, einen Nierenarzt, also das ist ja schon die erste Disziplin, mit der wir zusammenarbeiten, also sowohl im niedergelassenen Bereich, als auch mit den Nephrologen im Haus, also wir haben eine große nephrologische Abteilung im Haus, den wir ganz ganz eng zusammenarbeiten.
00:19:06: Unsere Patienten liegen auch, stationär in der Nephrologie werden von Internisten betreut.
00:19:12: Was sich richtig toll finde, weil wir behandeln ja im Prinzip eigentlich in den internistisch-krank Patienten
00:19:17: chirurgisch.
00:19:19: Und wir haben die nephrologische Ambulanz wirklich Tür an Tür, sodass wir bei jedem Problem dann eben tatsächlich unsere Kollegen direkt fragen können.
00:19:27: Wir besprechen uns zweimal am Tag und sind da einen ganz engen Kontakt.
00:19:31: Und Sie haben nicht nur Erwachsene, Sie haben auch Kinder als Patienten,
00:19:34: ne?
00:19:34: Ja, tatsächlich arbeiten wir auch ganz eng mit der Kindernephrologie im UKI zusammen.
00:19:39: Da machen wir regelmäßig zweimal im Jahr quasi Visiten vor Ort, dass wir die Patienten da eben an der Dialyse visitieren und angucken, wie wir schon kennen und den wir schon einwandgelegt haben.
00:19:49: Und aber auch, da werden auch neue Patienten uns vorgestellt.
00:19:54: Die noch ganz klein sind?
00:19:55: Die sind noch ganz klein sind.
00:19:56: Also ich glaube, die Jungs, die wir mal operiert haben, war vier Jahre alt.
00:20:00: Und die begleiten wir dann natürlich viele, viele Jahre, denn sonst scheint braucht leider durchschnittlich, ich glaube das war Ihre Frage vorhin, die ich noch ganz beeindruckt habe, braucht so durchschnittlich alle anderthalb Jahre mal eine Reparatur, weil sich eben der Schand nicht nur zur Reifung zu einer Autobahn sozusagen entwickelt, sondern dann immer wieder auch Engstellen entwickeln kann, vor allen Dingen da, wo die Wenenklappen sind zum Beispiel.
00:20:23: Aber auch Erweiterung zu vielfluss, zu wenigfluss.
00:20:26: Also da gibt es wahnsinnig viele Spielarten, sodass man immer mal wieder was reparieren muss.
00:20:30: Das muss nicht immer eine Operation mit stationären Aufenthalt sein.
00:20:33: Das können auch mal ambulante Eingriffe sein, wo z.B.
00:20:36: Engstellen mit einem Ballonkartier da aufgedehnt werden.
00:20:39: Also da gibt es wirklich unfassbar viele Möglichkeiten, ich würde sagen.
00:20:43: ungefähr zwei Drittel bis drei Viertel unserer Operation, die wir machen, sind dann tatsächlich auch die Reparaturen.
00:20:49: Also das kommt schon häufig vor.
00:20:51: Und wenn wir das Vertrauen unserer Patienten haben gewinnen können, sehen wir die halt über Jahre immer wieder.
00:20:57: Und ich finde es immer wieder schön auch zu erleben, wie Patienten, die erstmal auch den, die der Lüse so bevorstand, die sehr ängstlich waren, die dann so richtige Profis werden und irgendwann dann irgendwie kommen wollen.
00:21:07: Man kennt sich schon und man kennt natürlich auch so ein bisschen private Geschichten, dass sich das dann, dass wir die beobachten können, gerade bei den Kindern.
00:21:15: Das ist natürlich schon toll.
00:21:17: Vielen Dank für das schöne Gespräch.
00:21:19: Ja, gerne.
00:21:20: Und wir sehen uns wieder auf webe wie Astlepios.com, auf Facebook und auf YouTube oder im nächsten Podcast.
00:21:28: Werten Sie gesund!
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