Warum ist das Lungenkrebs-Screening für Raucher sinnvoll?

Shownotes

Dr. Maren Kirchhöfer: https://www.asklepios.com/harburg/abteilungen-spezialistinnen/spezialistensuche/profil/dr-maren-kirchhoefer-10142 Chefärztin der Thoraxchirurgie Leiterin des Lungenkrebszentrums Asklepios Klinikum Harburg in Hamburg

Dr. Claas Wesseler: https://www.asklepios.com/harburg/abteilungen-spezialistinnen/spezialistensuche/profil/dr-claas-wesseler-5235 Leitender Oberarzt des Lungenzentrums am Asklepios Klinikum Harburg Leiter der Studienabteilung / Thorakale Onkologie Asklepios Klinikum Harburg in Hamburg Sprecher der Thorakalen Onkologie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie

Lungenkrebszentrum Harburg Eißendorfer Pferdeweg 52 21075 Hamburg 040 1818 86-2147

Lungenkrebszentrum Barmbek Rübenkamp 220 22307 Hamburg 040 1818 82-4801/-4802

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00:00:00: Warum ist das Lungenkrebs-Screening für Raucher sinnvoll?

00:00:05: Guten Tag und herzlich willkommen zur

00:00:07: Klinik

00:00:08: Sprechstunde.

00:00:09: Dem Asklepios Gesundheitspodcast

00:00:12: mit Kirsten

00:00:13: Kahler und

00:00:14: Ärztinnen und Ärzten

00:00:16: der Asklepeos-Kliniken.

00:00:18: An keiner Krebsart sterben in Deutschland so viele Menschen wie an Lungen Krebs, denn er wird oft erst spät entdeckt.

00:00:25: Das neue Lungenkriebs Screening soll das ändern!

00:00:28: Asclepios bietet dieses Screening an.

00:00:31: Dr.

00:00:32: Klaas Wesseler leitet die Toraxonkologie in Harburg, Dr.

00:00:35: Marin Kirchhofer ist Chefärztin der Toraxiologie und gemeinsam leiten sie das zertifizierte Lungkrebszentrum des Asclepeos-Klinikums Harburg.

00:00:45: Für wen ist denn diese Screening gedacht?

00:00:48: Das Lungenkrebs Screening ist für Menschen, die geraucht haben Und es ist ganz wichtig, dass man da die Kriterien sehr streng einhält.

00:00:55: Das sind vor allen Dingen Menschen zwischen fünfzig und fünfzig, die letztendlich fünfzwanzig Jahre geraucht haben.

00:01:03: Der Rauch stoppt darf nicht länger als zehn Jahre her sein.

00:01:06: Insgesamt müssen sie auf einen Wert von fünfzehn Packiers gekommen sein.

00:01:11: Ein Packier ist letztendly eine Schachtel pro Tag geraucht über ein Jahr.

00:01:16: Das kann man dann hin und her rechnen, das heißt wenn Sie zwei Schachteln pro Tag rauchen für einen Jahr sind sie schon bei zwei Packiers für das Jahr.

00:01:23: Und wenn Sie das ausrechnen Dann haben Sie letztendlich ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs und dann macht das Lungen Krebs Screening für Sie Sinn

00:01:32: Aber nur wenn ich Raucher oder ehemaliger Raucher bin Ansonsten nicht

00:01:36: Genau!

00:01:37: Dann macht es Sinn, dann hat es einen statistischen Vorteil dass man Lungenkriegserkrankungen früh entdeckt und dementsprechend besser behandeln kann, indem man die Diagnose früher stellt.

00:01:47: Und vor allen Dingen dementsprechend das Stadium kleiner ist und die Behandlungsmethoden wie Operationen- und Strahlentherapien deutlich heilender sind als wenn man erst im späten Stadium entdeckt wird.

00:01:57: Ach so!

00:01:58: Das ist dann auch der Grund weshalb diese Zugangsvoraussetzungen ein bisschen kompliziert sind oder?

00:02:04: Genau, die Zusammensvoraussetzungen sind deswegen kompliziert.

00:02:07: Anders als beim Mamakazinom zum Beispiel also wo man einfach jede Frau einladen kann.

00:02:12: für dieses Screening macht es halt statistisch nur Für diese Menschen sind die dementsprechend viel geraucht haben weil nur dann kann man letztendlich mit einem erhöhten Lungenkrebsrisiko auch sinnvoll dieses CT was letztendlichen dieses screening bedingt auch durchführen war ja das ct und auch vor allem die Dinge, die man dann findet.

00:02:33: Nicht ganz ohne Risiko sind das heißt nicht ganz risikofrei sind ist das Risikoarm aber es ist nicht ganz riskofrei so dass das vor allen Dingen dann Sinn macht wenn wir eine Risikopropolation testen.

00:02:43: Das sind ja noch gesunde Menschen sind ja keine Patienten die dann wiederum davon profitieren.

00:02:48: Wenn wir nicht raucher testen würden mit CTs hätten wir diesen statistischen vorteillich.

00:02:54: Was ist der Ziel dieses Screenings?

00:02:58: Ziel dieser ganzen Maßnahme ist, dass man Patienten bzw.

00:03:03: Personen wie mein Kollege gerade gesagt hat frühzeitig rausfischen kann.

00:03:09: also wir haben eine Gruppe von Personen die sich über einen Zeitraum einem Risiko ausgesetzt haben nämlich dem Rauchen und Wir wissen das Lungenkrebs häufig erst spät entdeckt wird nämlich dann wenn Symptome da sind.

00:03:22: vorher kommen die Menschen häufig gar nicht dazu überhaupt zum Arzt zu gehen, weil sie es gar nicht merken.

00:03:27: Die Lunge selbst hat keine Schmerzrezeptoren.

00:03:29: Wir merken nicht, ob da irgendwas vor sich geht.

00:03:33: und die Menschen, die zum Arz kommen mit zum Beispiel Blut husten oder Schmerzen Luftnot

00:03:39: usw.,

00:03:40: Symptomen, die beim Lungenkrebs irgendwann auftreten können sind eben häufig schon sehr weit fortgeschritten in ihrer Erkrankung.

00:03:47: Und das Ziel dieser ganzen Maßnahme ist dass wir die Personen früher rausfischen.

00:03:53: Die haben dieses Risiko und wir versuchen frühzeitig Befunde in der Lunge zu detektieren, die wir dann auch ziegerecht behandeln können.

00:04:03: Beispielsweise entfernen können mit Operationen.

00:04:06: aber wir wollen sozusagen ... Wir nennen das die Stadienmigration.

00:04:12: also wir wollen es erreichen dass Lungkrebs eben nicht erst im Stadium Fortgeschrittene Stadium vier gefunden wird sondern ganz früh schon rausgefischt werden kann, um dann diese Befunde entfernt zu können.

00:04:25: Damit die gar nicht so weit erkranken könnten, die Leute.

00:04:28: Ja genau damit man nachher auch nicht noch weitere Therapien braucht sondern dass es vielleicht mit einer OP dann getan ist wenn man überhaupt was findet.

00:04:37: Die Prognose natürlich dadurch viel besser wird also wenn ein kleinen Lungenkrebs findet der einen Zentimeter groß ist.

00:04:43: sie prognos sind natürlich dramatisch besser als wenn man schon Metastasen in der Wirbelsäule im Kopf hat und das ist der Sinn letztendlich Menschen auch davor zu schützen, dass diese Erkrankung weit fortgeschritten ist bevor sie entdeckt wird.

00:04:55: Ja genau.

00:04:58: Muss ich mich zu so einem Screening melden oder werde ich angesprochen?

00:05:03: Also es ist letztendlich so anders als beim Brustkrebs wo man das relativ einfach machen kann indem man jede Frau anspricht oder adressiert ist es hier halt so, dass wir genau rausfinden müssen passen die Kriterien?

00:05:16: Und deswegen sind wir so ein bisschen auf angewiesen, dass wir so Filterstationen aufbauen.

00:05:20: Das ist natürlich sehr gut bei Hausärzten aufgehoben und das ist sehr gut mit Arbeitsmedizinern aufgehobene, die diese Menschen kennen, die auch diese Risikofaktoren einschätzen können.

00:05:30: Nichtsdestotrotz kann man natürlich auch selber schauen – es gibt zum einen verschiedene Rechner im Internet, das ist relativ einfach.

00:05:36: mit den Kriterien, die ich eben gesagt habe passt man selber in dieses Risiko-Kollektiv, also in diese Gruppe die ein höhtes Risiko haben und dann kann man sich auch selbstständig melden.

00:05:46: Aber grundsätzlich hoffen wir das vor allen Dingen auch Hausärzte Arbeitsmediziner niedergelassene Kollegen einfach dass es da Klick macht uns durch die auch jetzt Mitteilung der Presse Das Wissen verbreitet ist.

00:05:59: Es gibt dieses Screening aber es nützt nur denen die dieses Risikow aufweisen.

00:06:04: Genau!

00:06:04: Das heißt also Wenn ich mich betroffen fühlen würde, könnte ich meinen Hausarzt fragen oder er spricht mich darauf an.

00:06:16: Dann könnte es aber trotzdem nachher ein CT werden das ich bei Ihnen mache?

00:06:21: Genau!

00:06:24: Es ist theoretisch denkbar dass sie sich selber melden, über eine zentrale Anaufstelle die wir beispielsweise bei uns im Lungenkrebszentrum anbieten und wir das koordinieren komplett für sie.

00:06:35: Aber theoretisch ist auch denkbar dass ihr Hausarzt die darauf aufmerksam macht oder der sich dann meldet bei uns.

00:06:41: Wir können das Screening als vollumfängliche Maßnahme bei uns anbieten können aber auch einen bestimmten Zwischen- oder Schlüssepositionen erst dazukommen.

00:06:52: Ja genau,

00:06:53: und wenn ich zu Ihnen kommen wollte oder eben in das Lungenkrebszentrum von Brambeek ruf ich eine bestimmte Nummer an...

00:07:04: Genau.

00:07:05: Sie melden sich über diese Nummer, da geht dann jemand ans Telefon, der schon mal einmal die Eingangskriterien abfragt, dass wir sozusagen schon einmal filtern.

00:07:13: sind sie überhaupt geeignet dafür?

00:07:15: Haben sie das Alter erreicht?

00:07:16: haben sie so und so viele Jahre geraucht?

00:07:17: oder ein Ausschlusskriterium ist auch jemand, der zum Beispiel vor sechs Monaten schon einen CT von der Lunge hatte also in den letzten zwölf Monaten sollten keine Untersuchungen gemacht worden sein ganz genau und dann brauchen wir es in dem Moment auch Auch nicht.

00:07:33: Und über diese zentrale Koordinationsstelle, wenn sie dann geeignet sind als Risikoperson weitergeleitet?

00:07:45: Wenn ich zu so einem Screening came, wie würde das für mich ablaufen von vorne bis hinten?

00:07:53: Sie würden als erstes einen Termin für ein Aufklärungsgespräch bekommen, wo ein geschulter Mediziner einmal aufklärt über die ganze Maßnahme wie das vonstatten geht.

00:08:06: Aber auch was es bedeuten kann da ein CT zu machen.

00:08:09: und dann kriegen sie wenn sie denn dann Einverstanden sind damit ein Termin zum CT.

00:08:15: Das ist ein sogenanntes Lodos-CT.

00:08:17: das ist ein CT was eine relativ geringe Strahlenbelastung hatte Aber es hat eine Strahlenbelastung.

00:08:23: Und dieses CT wird von einem geschulten Radiologen und einer KI also befundet, ausgewertet.

00:08:33: Wenn das unauffällig ist, dann kriegen sie einmal einen Befund darüber und werden nach zwölf Monaten wieder einbestellt zum Screening.

00:08:40: Wenn in dem CT eine Auffälligkeit ist, muss ein zweiter Radiologe eine sogenannte Zweitbefundung machen.

00:08:47: Und die Anforderung an diesen zweiten Radiologen, der sich das auch anschaut ist, dass er in irgendeiner Weise häufig mit Lungenkrebs zu tun haben muss.

00:08:56: Also der Gesetzgeber hält das ein bisschen schwammig.

00:08:59: aber letztendlich ist gemeint damit, dass Lungen Krebszentren diese Diagnostik machen sollen also einer auf Lumen... Genau es ist bei uns dann auch einen Warenbecken gegeben.

00:09:08: Aber es ist so formuliert eine auf Lungenkrebs spezialisierte Einrichtung soll da dann bemüht werden eben mit dem Zweitbefund.

00:09:16: und Aber

00:09:18: es ist dieselbe Aufnahme?

00:09:19: Ja, das gleiche CT.

00:09:21: Es wird nicht wieder ein CT gemacht, sondern die Aufnahme, die einfach vier Augen sehen mehr als zwei von einem erfahrenen auf Lungenkrebs spezialisierten Kollegen sich angeschaut wird.

00:09:32: und wenn dort einen Auffälliger befundt, also der bestätigt den auffälligen Befund dann kommt dieses CT in

00:09:41: bzw.,

00:09:42: die Person mit dem CT in unserer Tumorkonferenz Und da werden wir das dann gemeinsam mit Torax-Onkologen, Pneumologen und Strahltherapeuten Toraxiogen gemeinsam bewerten.

00:09:57: und eine Empfehlung aussprechen, was man jetzt mit diesem Auffälligen befunden macht.

00:10:01: Zum Beispiel dass man das Untersuchungsintervall verkürzt, den nicht erst nach zwölf Monaten wieder einbestellt, sondern zum Beispiel nach drei Monaten neues CT-Macht oder die Modalität noch mal verändert, dass man aus gemeinsam sich ausspricht einen sogenannten PET-CT, das ist nochmal so ein bisschen speziellere Untersuchung anzufertigen.

00:10:20: Oder?

00:10:21: Eine Empfehlung aus dem Tumorboard kann auch sein, dass man dann gemeinsam beschließter als ein Befund in der Lunge den sollte man besser rausnehmen.

00:10:29: Also mit einer operativen Maßnahme beispielsweise angehen.

00:10:35: Ja also das Ziel ist ja dass man möglichst noch die kleinen Fälle finden möchte um es eben Ja wie gesagt, also zum Nutzen von allen ja eigentlich dann so zu machen.

00:10:47: Aber es könnte ja theoretisch sein dass das doch schon was größeres ist und die ganze Behandlung die danach möglich wäre hätte ich die bei Ihnen im Haus?

00:10:57: Also grundsätzlich ist voraussetzung jedes Lungenkrebszentrums das von Diagnostik bis zur Therapie alles abgebildet wird.

00:11:05: Und das Wichtige ist aber eigentlich gar nicht so die Endstrecken, sondern dass alle diagnostischen Möglichkeiten wie das PCT einfach zugänglich sind.

00:11:13: Das aber auch alle miteinander reden.

00:11:15: Das heißt der Strahlentherapeut mit dem Chirurgen, der funktionelle Pneumologe, der also evaluiert oder schaut, ist überhaupt eine Operation möglich aufgrund der Lungenfunktion zum Beispiel.

00:11:25: Gerade Raucher haben ja durchaus Möglichkeiten der Einschränkung was Herzleistung und was Lungenfunktion angeht.

00:11:31: Wir müssen gucken, gibt es da überhaupt die Chance dass dieser Mensch einem zum Beispiel operativen Eingriff überhaupt zugänglich ist?

00:11:37: und wenn dem nicht so ist dann müssen wir als Lungenkrebszentrum eben auch gleich die Alternativen aufzeigen und anbieten.

00:11:43: Was denn dann als alternative Möglichkeit gut ist?

00:11:45: Das kann eine Kontrolle sein das kann eine Abklärung mittels Lungenspiegelung sein.

00:11:49: Es kann auch die direkte OP sein Und wir müssen halt dann Tumorboard zum Beispiel, als Lungen-Tumorkonferenz entscheiden.

00:11:56: Wie hoch ist denn das Risiko dafür?

00:11:58: Weil gerade wenn man zum CT zum ersten Mal sieht, dann können ja auch Befunde ganz alt sein.

00:12:03: Das kann ein uralter Lungen, Lymphknoten sein

00:12:05: z.B.,

00:12:06: das kann eine alte Narbe sein, es kann was Entzündliches sein und deswegen muss man vielleicht dieses Kontrollintervall etwas kürzer machen statt ein Jahr drei Monate oder sechs Monate weil ein ganz entscheidender Parameter für die Wahrscheinlichkeit ob es bösartig ist, ist das Wachstum in der Zeit.

00:12:22: Das heißt, hat sich das Volumen verändert.

00:12:26: Und das ist ein Unterschied zur sonstigen Untersuchung, dass eben hier in diesem Lungenkrebscreening gerade im Verhältnis zwischen zwei Untersuchungen auch das Volumen deutlich mit angeguckt wird.

00:12:36: Früher haben wir nur den Durchmesser gemacht.

00:12:38: Wir wissen aber mittlerweile, dass das Volume auch wichtig ist.

00:12:41: und aus dieser letztendlich Zeit oder der Veränderung des Volumes, da kann man viele letztendliche Ideen gewinnen ist es bösartig oder nicht und dann die nächsten Schritte einleiten.

00:12:51: Das heißt das kann auch sein dass ihm nicht direkt die Operation folgert aus einem Befund sondern tatsächlich die erneute Kontrolle.

00:12:59: Es kann auch bei Menschen zu Unsicherheiten führen weil man natürlich denkt Mensch was tickt da in mir?

00:13:04: aber es gibt halt auch Befunde die schon lange in der Lunge sind, die gutartig sind.

00:13:09: Die auch ähnlich aussehen, die einen sogenannten Weichzahlkernschatten haben, die eben dann nicht zu operieren sind weil sie auch in zwanzig Jahren noch in der lunge da einfach sind wie ein Hautfleck zum Beispiel den Sie haben.

00:13:20: hier können Sie den beobachten und sehen.

00:13:21: in der lunge sehen Sie das nicht.

00:13:23: Es ist aber wichtig dass man den Patienten oder nicht Patienten, sondern Menschen letztendlich vor Überdiagnostik und über Therapie schützt.

00:13:32: Das ist aber auch Teil der wichtigen Aufklärung dass solche Punkte halt auch genannt werden das man auch was entdecken kann Was vielleicht auch gar keine Relevanz hat und damit muss man erst mal umgehen.

00:13:42: Ja, genau es geht ja jetzt noch so um die Frage wie zuverlässig ist denn das?

00:13:47: Ist der befund überhaupt?

00:13:48: aber was mir eben durch den Kopf schoss ist ja auch dass ist eine Das ist ja doch ein dickes Ding.

00:13:53: insgesamt diese ganze Sache Kann ich als Patient oder da ja noch als Noch nicht Patient sagen hey Ich wir hören jetzt auf hier also ich.

00:14:04: Also das ist jederzeit möglich.

00:14:06: vor allen Dingen Die Persönlichkeitsstruktur eines jeden Menschen ist ja völlig unterschiedlich.

00:14:11: Wir haben viele Menschen, die einfach tatsächlich das zum einen noch gar nicht wissen wollen was da in ihnen ist oder alles sehr genau wissen wollen und die Wahrheit liegt immer irgendwo in der Mitte.

00:14:19: und manchmal muss man auch diesen Patientenwunsch nachgeben und vielleicht tatsächlich Therapie- oder Kontrollintervalle verkürzen.

00:14:28: Und wenn der Patient ablehnt, um einen weiter kontrolliert werden zu wollen oder Diagnostik und Therapie ablehnen.

00:14:33: Dann ist das natürlich sein Wunsch.

00:14:34: den würden wir dann tatsächlich auch nicht zwingen dazu.

00:14:38: Aber es ist ganz wichtig dass eben die Tumorkonferenz mit all ihren Playern die da drin sitzen Chirurgs Strahltherapeut Pneumologe Onkologe Mit dem Patienten zusammen entscheiden wie's weitergeht.

00:14:48: Wir geben eine Empfehlung ab aber Das Steuerrad in der Hand hat am Ende der patient Oder der dann eben noch Nicht-Patient

00:14:56: genau Sicherheit des Befundes.

00:14:59: Da gibt es so Wörter falsch positiv, falsch negativ?

00:15:02: Was heißt das?

00:15:04: Das ist Teil der Aufklärung.

00:15:06: Darüber muss jetzt diese Person wirklich explizit aufgeklärt werden.

00:15:11: Wenn man bei einem Menschen in einem gewissen Alter mindestens fünfzig einen CT-der Lunge macht, dann wird man da unter Umständen Dinge finden.

00:15:20: und das Lungenkrebs-Screening hat ja das Ziel, Lungen Krebs zu finden.

00:15:27: Positive Befund wäre, dass man einen Herd in der Lunge hat und den für Lungenkrebs hält.

00:15:33: Und dann in einem Tumorboard beispielsweise schließt ihn jetzt raus zu operieren.

00:15:37: Das macht man auch.

00:15:39: Dann ist das gar kein Lungenkriebs.

00:15:41: Das Risiko dafür... relativ gering und das Risiko wird auch immer kleiner, je häufiger der Mensch zum Screening gegangen ist.

00:15:49: Weil wir natürlich – was Dr.

00:15:51: Wessler eben sagte – diese Wachstumszeit, die Verdopplungszeit von Tumormasse beispielsweise mit ... Boteien können dann je häufiger wir Aufnahmen haben.

00:16:02: Ein Lungenrundherd, deswegen sind auch Vorbefunde ganz wichtig.

00:16:04: Wenn jemand das erste Mal zum Screening kommt und wir wissen da gibt es ein CT von vor fünf Jahren, dann müssen wir uns das einholen.

00:16:12: Das muss man mit anschauen weil unter Umständen Herde darin sind.

00:16:16: die waren da identisch.

00:16:18: Die werden jetzt nach fünf Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Krebs sein sondern einfach irgendein gutartiger befundesgebutartige Lungentumore die man zum Beispiel detektieren kann, aber eben auch Lymphknoten.

00:16:31: Alte Narben in der Lunge und so weiter... Die falsch-positiven Befunder sind eben die, die man rausoperiert und dann quasi überdiagnostiziert hat.

00:16:40: Also Salopp gesagt, da hat man mit Kanonen auch Spatzen geschossen.

00:16:43: Man hat einen Teil der Lume entfernt im schlimmsten Fall auch größere Teile der Longe und hat gar kein Krebs dabei gefunden.

00:16:52: Und diesen Prozentsatz muss man natürlich so gering wie möglich halten.

00:16:56: es geht beim Screening nicht darum, dass wir jetzt auf Teufel kommen raus, Operationen generieren wollen.

00:17:01: Sondern wir wollen frühzeitig Lungenkrebs finden und denen dann auch bestmöglich behandeln weil die Option je später man ihn findet immer schwieriger werden.

00:17:11: Und

00:17:11: insgesamt die Sterblichkeit von Lungen Krebs eben nicht für den Einzelnen.

00:17:15: das ist glaube ich eine ganz wichtige Information.

00:17:16: dieses Screenings gilt halt für letztendlich alle Menschen in Deutschland dass wir in Gesamtdeutschland oder Europa es wird in europaweit letztendlichen auch kommen die Sterblichkeit von Lungenkrebs in der Gesellschaft minimieren.

00:17:29: Und das schaffen wir halt dadurch, indem wir Lungen Krebs früher finden.

00:17:32: Für den Einzelnen kann das in diesem Fall halt bedeuten dass jemand auch operiert wird obwohl es gar kein Lungenkriebs war.

00:17:38: meistens ist es dann aber so dass alle beruhigt sind weil wie gesagt diese Befunde die man findet da sind schon kleine tickende Zeitbomben auch im Kopf dass man ständig darüber nachdenkt und Die Hilfestellung gerade mit den Algorithmen der KI und aber auch den Erst- und Zweitbefundern sollen das halt möglichst unwahrscheinlich machen.

00:17:57: Aber nichtsdestotrotz ist es so, dass wir das nicht komplett vermeiden können.

00:18:00: Die falsch negativen Befunde sind genau die andersrum, die wir eben durchaus übersehen – auch durch so ein Screening.

00:18:06: Das heißt, so ein screening hat nicht tausendprozentige Sicherheit.

00:18:10: Das bedeutet, dass Befunden auch übersehen werden können entweder sie zu klein oder zum Beispiel die Schichtdicke reicht nicht aus.

00:18:16: Wenn Sie zwei Schichten von einem CT machen und der Befund liegt genau dazwischen, dann kann es sein dass sie gar nicht relevant das mitkriegen.

00:18:23: Und es gibt auch Tumoren, die so schnell wachsen, dass wenn sie beim Screening waren... ...und dann vier Wochen später letztendlich sich die Zellen anfangen zu teilen, man kann es mit einer Tumorverdopplungszeit, die manchmal auch wirklich im Bereich von ein, zwei Monaten liegt,... ...kan es sein, dass sie schon vor dem nächsten Screening einen relevant großen Tumo haben?

00:18:43: Das können wir nicht komplett vermeiden, das ist halt Statistik.

00:18:47: Und diese Statistika sagt für Raucher, dass wenn wir diese Kriterien so anwenden dann ist es das bestmögliche Ergebnis aber Statistiken gilt niemals für den Einzelnen,

00:18:55: d.h.,

00:18:55: man kann eine Über- oder Unterdiagnostik tatsächlich auch haben.

00:18:59: Aber das ist leider das Problem des Einzelne, während die Gesamtmenge der Menschen in Deutschland davon profitieren wird.

00:19:05: Genau, dass

00:19:06: es dienen wird bei dem Vorgespräch, um das Aufklärungsgesprich zurückzukommen.

00:19:13: Da geht es ja auch um die Rauchentwöhnung.

00:19:16: Da fällt mir die Frage ein muss ich vor den CT aufhören zu rauchen?

00:19:19: Nein müssen Sie nicht!

00:19:20: Während des

00:19:22: CTs

00:19:23: nicht rauchen wäre sinnvoll.

00:19:25: Das bieten wir noch nicht an aber es macht Sinn sich einmal Gedanken darüber zu machen.

00:19:31: da kriegen sie Unterstützung auch dafür.

00:19:32: dass ist Teil des Aufklärunggespruchs Absolut Sinn.

00:19:36: Wenn man eine Früherkennungsmaßnahme und Prävention darüber sprechen will, dann muss man auch die Person einmal aufklären, wie relevant es wäre jetzt mit dem Rauchen aufzuhören.

00:19:47: Und solch eine Untersuchungsmaße und sich damit zu befassen was passiert denn hier eigentlich mit mir?

00:19:56: Was ist denn wenn die da etwas finden usw.

00:20:01: Ist ja der perfekte Anlass dafür?

00:20:03: Ja genau, man ist dann quasi auch schon so in der Stimmung.

00:20:07: Man hat sich ja offensichtlich schon irgendwie einmal damit befasst dass man sich da irgendein Risiko aussetzt und die Rauchentwöhnung und ein Gespräch darüber angeboten zu kriegen als Teil des Aufklärungsgesprächs.

00:20:18: das beinhaltet ein motivierendes Gespräch aber auch Unterstützungsmaßnahmen wie Nikotiner Satzprodukte zum Beispiel sodass das absolut Sinn macht.

00:20:29: sie müssen nicht aufhören bis zum Screening, aber Sie sollten sich befassen damit dass Ihnen jetzt irgendwer sagen wird das sie jetzt besser aufhören.

00:20:40: Und Sie können ja sogar aus dem Screening rausfallen.

00:20:42: wenn Sie ganz zu Beginn direkt mit dem Rauchen aufhörten dann können Sie nach zehn Jahren haben Sie Ihr Risiko so minimiert.

00:20:48: es ist da nicht gleich null aber es ist dann so klein dass weitere CTs statistisch keinen Sinn machen.

00:20:54: das heißt es ist auch eine durchaus eine Motivation direkt das zu stoppen um gar nicht erst dauerhaft in diesem Screening sein zu müssen.

00:21:01: Insgesamt, ich meine wir haben ja jetzt gesprochen über eine große bundesweite europaweite Maßnahme mit die Aufwand auch bedeutet und Zeit und sicherlich auch Geld.

00:21:15: Ich spreche nur mit einer Chirurgen und einem Pneumologen.

00:21:20: was würden sie sich denn wünschen in Bezug auf das Rauchen stattdessen?

00:21:27: Also grundsätzlich wünsche ich mir schon sehr, dass auch wenn das natürlich meine Profession ist vor allen Dingen fortgeschrittene Lungenkartsnode zu behandeln.

00:21:34: Dass wir diese Menschen oder die Patienten eben nicht in diesen vertragten späten Situationen erst diagnostizieren können weil der Verlauf auch mit den neuen Medikamenten und den neuen Möglichkeiten die wir haben, der ist schon an vielen Stellen wirklich martialisch.

00:21:50: Idee ist praktisch mehr Menschen früh zu investieren Wenn wir aber es erst schaffen, gar nicht so viel zu rauchen sondern viel früher ansetzen indem wir die Prävention viel besser machen.

00:21:59: Dass wir in die Schulen gehen, dass wir Rauchen auch noch eine strengere Hand haben in der Allgemeinheit und in der Öffentlichkeit dann würden wir ja erst gar nicht viele Lungenkartsnome durchrauchen erzeugen.

00:22:10: also wir sind ja was Giftstoffe wie das als Best oder wie die Strahlung angeht schon relativ gut.

00:22:15: beim Rauchen sind wir in Deutschland meines Erachtens noch nicht gut.

00:22:19: Der Vorteil wäre, wenn wir in Schulen oder in der Öffentlichkeit es noch nicht, ist das eine völlig billige Maßnahme.

00:22:24: Es ist total billig und könnte halt so viel Leid-Operationen aber nachträglich wahrscheinlich auch so viele letztendlich palliative Therapien verhindern, wenn man ganz früh anfangen kann.

00:22:38: gerade was auch andere Erkrankungen wie die COPD, wie Herzinfarkte oder wie Gefäßerkrankung.

00:22:43: Ganz viele andere Erkrankungen könnten man damit mit verhindern oder sagen wir nicht mehr so schwerwiegend machen.

00:22:48: und das wäre schon mein Traum dass wir dahin kommen das Rauchen als Risikofaktor viel ernster zu nehmen und nicht so lapidar weiterhin das zu behandeln sondern das viel strenger zu sehen.

00:22:59: da wäre ich schon sehr dafür auch wenn es mich hoffentlich dann irgendwann überflüssig macht.

00:23:03: aber die Überflüssigkeit würde ich gerne hinnehmen.

00:23:08: Vielen Dank für das interessante Gespräch, Ihnen beiden.

00:23:12: Und wir sehen uns wieder auf Webewee Astlepios.com, Facebook und YouTube oder im nächsten Podcast.

00:23:19: Werten Sie gesund!

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