Sturz im Alter – was kann die Alterstraumatologie für mich tun?

Shownotes

Vladimir Kosarev Chefarzt der Geriatrie Asklepios Klinikum Uckermark https://www.asklepios.com/konzern/standorte/expertensuche/profil/vladimir-kosarev-31934

Transkript anzeigen

00:00:00: Sturz im Alter.

00:00:02: Was kann die Alterstraumatologie für mich tun?

00:00:06: Guten Tag

00:00:06: und herzlich willkommen zur Klinik Sprechstunde, dem Asklepios Gesundheits Podcast mit Kirsten Kahler und Ärztinnen und Ärzten der Asklepeos-Kliniken!

00:00:19: Wer sich im Seniorenalter den Arm bricht, braucht mehr als Gips und Schmerztabletten.

00:00:24: Ein Geriater schaut auf den ganzen Menschen und sorgt dafür dass die Selbstständigkeit erhalten bleibt sagt Vladimir Kosarev.

00:00:32: er ist Chefarzt der Geriatrie am Wasclepius Klinikum Uckermarkt und stellvertretender Leiter des Alterstraumazentrums der Klinik.

00:00:40: was ist ein Alterstrauma Zentrum?

00:00:43: Ein Altersdraumazentrum ist eine Abteilung innerhalb eines Klinikums, in der Unfallcherogen und Geriater zusammenarbeiten um ein möglichst gutes Ergebnis für den verunfallten älteren Patienten zu erreichen.

00:00:58: Das heißt die Expertise der Unfacherogen und der Geriata wird genutzt um die Patienten bestmöglich durch die Behandlung zu führen.

00:01:07: dann wenn man sich Wenn man den demografischen Wandel in Deutschland ansieht, dann weiß man, dass ca.

00:01:12: ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland über ... Das heißt die Unfälle nehmen zu aber auch die internistischen Erkrankungen und die Patienten werden immer älter.

00:01:27: kennt sich besser aus mit den Frakturen, mit den Frakturen-Mustern als auch den verschiedenen Versorgungsoptionen.

00:01:34: Aber mit den internistischen Erkrankungen kennt er sich nicht so gut aus und dort in dieser Abteilung werden zwei Expertisen gebündelt um den Patienten wirklich gut durch die Behandlung zu führen.

00:01:45: Was heißt denn internistische Erkrankung?

00:01:48: Also was kann der Geriater, was der Unfalljoghurt nicht kann oder der Autopädemst?

00:01:53: Gut dass Sie das ansprechen!

00:01:54: Das ist der Geriat.

00:01:56: da kennt sich aus mit Patienten, die an einer Multimobilität leiden.

00:02:01: Das heißt viele Erkrankungen gleichzeitig haben.

00:02:03: Die Patienten sind älter und wenn ich mir den typischen geriatrischen Patienten vorstelle dann ist er über siebzig und hat vielleicht einen Bluthochdruck, eine coronare Herzerkrankung, hat eine Herzschwäche oder leidet noch an einem Karzinom ... Hat einer PRVK, hat ein Diabetes mellitus.

00:02:23: Sie sehen ich kann ganz viele Erkrankungen aufzählen an denen Menschen gleichzeitig leiden können und von Multimobilität spricht man wenn der Patient an mindestens drei davon leidet.

00:02:34: Mindestens drei chronische Erkränkungen zusammen und das wäre für den Unfallchirurg alleine schon eine Herausforderung, dies alles zu managen.

00:02:43: Und deswegen hat auch der gemeinsame Bundesausschuss entschieden dass es sinnvoll ist einen Geriater möglichst frühzeitig in die Behandlung älterer betagter Patienten nach einem Sturzereignis einzubeziehen.

00:02:56: Das passt ja gut, Sie sind ja Internist und Diabetologe.

00:03:02: Dann kennen sie sich auch mit den Pillen aus?

00:03:04: Genau!

00:03:04: Die verschiedenen Pillenmedikamente haben ja auch unterschiedliche Interaktionen untereinander.

00:03:11: Wenn Sie sich jetzt zum Beispiel den ambulanten Bereich betrachten, dann kommt es regelhaft zu einer Verschreibungskaskade.

00:03:18: Jeder Facharzt verschreibt den Patienten diese Pille und diese und diese.

00:03:22: Und irgendwann haben sie ein Samusurim aus mindestens zehn oder fünfzehn Pillen gleichzeitig, die eigentlich gar nicht auf ihr Interaktionspotenzial überprüft worden sind.

00:03:32: Einige Medikamente von diesen kann man auch... ohne großen oder groß nachzudenken absetzen.

00:03:40: Weil Polyformatie, das heißt mehr als sechs Medikamente gleichzeitig treffen sie fast bei jedem geriatrischen Patienten

00:03:48: und

00:03:49: hat man schnell zusammen.

00:03:50: Ja ja klar!

00:03:50: Hat man sehr schnell zusammen.

00:03:51: und gerade wenn diese Medikamente auch zu Problematik für ein Beef beispielsweise schwindel einige medikamente machen ja schwindeln oder Blutdruck wird durch einige Medikamente zu streng eingestellt.

00:04:06: Das ist alles ein Problem für den Patienten, was schlussendlich auch zu einem Sturz eigenes führen kann.

00:04:12: und damit kennt sich der Geriater aus und viele in diesem altersdramatologischen Zentrum denken ja dass sich der geriat eigentlich nur auf die fraktur fokussiert.

00:04:23: das ist aber nicht so.

00:04:25: Mensch oder der Patient wird einmal auf den Kopf gestellt, medizinisch auf dem Kopf gestellt.

00:04:29: Das was Sie angesprochen haben mit den Medikamenten?

00:04:31: Genau wir wollten ja gleich auch noch mal darüber reden wie das so praktisch abläuft.

00:04:35: was ich mir da konkret vorstellen sollte wenn nicht bei Ihnen Patienten würde aber nochmal auf diese auf dieser alters traumatologischen Zentren.

00:04:45: solange gibt es die ja noch nicht.

00:04:46: Die gibt's noch nicht so lange wahrscheinlich erst fünf Jahre ungefähr und es gibt ja auch Zertifizierung für die Zentren.

00:04:54: Genau, wir sind zertifiziert in Schwedt von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie.

00:04:59: Des Weiteren gibt es auch die Deutsche Gesellschaft für Girätredi-Zentren Zertifiziert und wie gesagt also der gemeinsame Bundesausschuss hat da schon festgelegt dass diese Zentren Sinn machen gerade auch im Rahmen des demografischen Wandels.

00:05:14: Durch Alterstrauma-Zentren werden die Patienten besser versorgt.

00:05:18: Man

00:05:19: baut dafür was auf, man braucht Räumlichkeiten ... Das ist nicht nur eine Umetikation?

00:05:25: Da haben Sie recht.

00:05:26: bei uns in Schwedt Abteilung einer gemeinsamen Station Die Visiten erfolgen zusammen.

00:05:34: Wir haben auch einmal in der Woche eine Teambesprechung zusammen In der das gesamte Personal, wie Sie schon angesprochen haben, mitmacht.

00:05:43: Das Personal besteht nicht nur aus den Ärzten, sondern auch aus der Pflege.

00:05:48: Aus den Physiotherapeuten, Ergotherapeute, Psychologen, Logopänen und auch aus dem Sozialdienst.

00:05:55: Und all diese Fachabteilungen müssen da sein und müssen an der Behandlung des Patienten teilnehmen.

00:06:01: Und dies wie gesagt wird einmal in einer Woche dokumentiert in der Teambesprechung.

00:06:07: Also wie wäre es denn, wenn ich jetzt zu Ihnen käme?

00:06:11: Ich glaube der Geriata den sehe ich innerhalb der ersten vierundzwanzig Stunden.

00:06:16: Genau

00:06:16: das wird empfohlen.

00:06:18: Das ist sogar vorgeschrieben bei den proximalen Femofrakturen.

00:06:22: Ist das vorgeschrien?

00:06:23: Bei den anderen Fraktionen ist es noch empfohlend.

00:06:25: Der Geriater wird hinzugezogen sobald ein Patient als altastraumatologisch deklariert wird in der Notaufnahme.

00:06:33: Dazu muss man erst mal wissen Wann ist der Altersdramatologisch?

00:06:37: Erstens, muss man schauen.

00:06:40: Dann gibt es in der Notaufnahme bestimmte Screenings, die man durchführt um zu sehen hey da macht schon die Behandlung eines Geriatas Sinn.

00:06:48: Da gibt's ein sogenanntes ESA-Screening.

00:06:50: Das steht für Identification of Seniors at Risk und da werden den Patienten über sixty Jahre alt.

00:06:56: sechs Fragen gestellt drei Fragen bezüglich eher dem Inhaltlichen oder seinem Selbsthilfebedarf und drei Fragen, die so ein bisschen den zeitlichen Aspekt oder die zeitlichen Veränderungen darstellen.

00:07:13: Das heißt der Patient wird zunächst gefragt, war er denn vor dem Unfall hilfebedürftig?

00:07:19: War er das?

00:07:20: Und hat sich in den letzten vierundzwanzig Stunden einen vermehrter Hilfebedarf ergeben?

00:07:24: oder die dritte Frage wäre in diesem Zusammenhang, ob der Patient innerhalb des letzten halben Jahres im Krankenhaus schon mal behandelt wurde.

00:07:31: Die anderen drei Fragen, die den Hilfebedarf eher quantifizieren sind zum einen, ob er patientische und kognitive Leistungsdefizite hat.

00:07:42: Würder sagen nein!

00:07:45: Genau richtig.

00:07:46: dafür gibt es ja noch andere Screenings, die quasi diese Kognition auch ein bisschen besser beurteilen können.

00:07:52: Und eine andere Frage wäre ob der Patient trotz Brille visuell Probleme hat, sich zurechtzufinden.

00:07:59: Und die sechste Frage wäre, leidet der Patient unter einer Polyformatie?

00:08:03: D.h.,

00:08:04: sechs Medikamente und mehr gleichzeitig.

00:08:07: Wenn Sie zwei dieser sechs Fragen mit Ja beantwortet haben, dann heißt es für sie, dass der Geriater durchaus mit Einbezogen werden muss in die Behandlung, damit der Patient möglichst gut durchkommt.

00:08:20: Jetzt haben Sie den Patienten ... schon angesprochen.

00:08:24: Und wie geht es dann weiter?

00:08:25: Machen

00:08:26: Sie noch andere Tests mit ihm, also was ist denn mit... Also er könnte ja auch noch älter sein als das sixty-einhalb.

00:08:33: Ja da machen wir natürlich noch andere Test wie zum Beispiel den clinical frailty scale um einfach die Gebrechlichkeit des Patienten herauszufinden.

00:08:43: Da wird der Patient in neun Kategorien eingeteilt.

00:08:46: eins ist topfit und Der Kategorie neun bezeichnet Patienten, die komplett auf fremde Hilfe angewiesen sind.

00:08:54: Und je nachdem in welche Kategorien der Patient fällt kann man auch sagen dass auch ein Geriater von Nöten haben wird.

00:09:02: Machen

00:09:02: Sie auch einen Demenztest?

00:09:04: Demenstests werden auch gemacht, das sind sogenannte MMS E-Tests.

00:09:08: Dabei werden den Patienten... Also es gibt eine Punktzahl von dreizig Punkten.

00:09:15: Wir beide würden wahrscheinlich dreißig von dreißiger haben.

00:09:17: aber denke ich mal würde jetzt postulieren der Patient mit kognitiven Einschränkungen, der wird beispielsweise gefragt welches Datum ist oder welche Jahreszeit wir haben.

00:09:30: Oder auch nach autobiografischen Dingen gefragt und natürlich muss er zum Beispiel einen Urntest machen eine Uhr aufzeichnen mit den Zeigern und je nachdem wie er welche Punktzahl erreicht kann man sagen das er schon gegebenenfalls milde kognitive Einschrankung haben.

00:09:46: die würden natürlich zu einem Dastillierrisiko erhöhen.

00:09:51: Diese Patienten sollen ja möglichst zeitnah eine Operation durchzugeführt werden und wenn man dann schon sieht, oh, kognitive Einschränkungen liegen vor, denn ist das Dastillerisiko natürlich auch erhöht?

00:10:02: Also muss man dann wiederum auf die Medikamente achten, auf das Betäubungsmittel achten oder die Vollnarkose achten usw.

00:10:10: Wir hatten uns hier überlegt wir suchen uns so einen Beispielpatienten der auf seinen Unterarm gestürzt ist Wie auch immer, dass dann passiert ist.

00:10:22: Einenundachtzig haben wir gesagt.

00:10:23: Ja, einenundachtzlich.

00:10:25: Er kommt jetzt also über die Notaufnahme zu ihm ins Haus und hat diesen Speichenbruch.

00:10:33: Und wie geht es los?

00:10:35: Dann wird er ja untersucht.

00:10:38: Es werden diese Tests mit ihm gemacht?

00:10:41: Genau, dann wird natürlich ein Labor abgenommen.

00:10:44: Dazu muss man wissen der Speichenbruch ist gar nicht so selten in Deutschland.

00:10:47: Zwei-hunderttausend Speichen brüche im Jahr gibt es in Deutschland und der Patient wird natürlich von Kopf bis Wuchs untersucht durch den Geräte als auch den Unfallchirurgen Und das wird eine operative Strategie sich zu Recht gelegt.

00:11:03: Was ist für diesen Patienten am wichtigsten?

00:11:05: Die Medikamente werden überprüft, z.B.

00:11:07: nimmt er den Blutverdünner.

00:11:09: Welche Blutförder sind das?

00:11:10: Kann man diese Absetzen?

00:11:12: Es gibt einige Blutvördünne, die man auch nicht absetzen sollte oder zumindest den Zeitraum in dem dieser Abgesetzt sind so klein wie möglich hält.

00:11:22: Um

00:11:22: operieren zu können...

00:11:23: Genau!

00:11:24: Weil Blutvertünder sind ja wichtig für die typische Erkrankung Vorflümmern.

00:11:28: aber es gibt Patienten, die hatten mal einen Herzklapp-Marsatz.

00:11:32: Ein mechanischem.

00:11:34: und da nehmen sie ein anderen Blutverdünner der möglichst nur sehr kurzfristig abgesetzt bzw.

00:11:40: pausiert werden sollte weil wenn Sie das zu lange pausieren kann sein dass diese mechanische Herzknappe promosiert.

00:11:48: Das soll natürlich nicht geschehen.

00:11:51: Dafür gibt es auch Laborparameter, anhand der man diese Blutgerinnung beim Patienten monitoren kann.

00:11:58: Und das bespricht der Geriata mit dem Orthopäden zusammen, wann die OP stattfinden soll und wie lange die möglichst dauern soll.

00:12:08: Ja genau andere Dinge gibt's ja auch, die man vielleicht zwischendrin absetzen sollte oder nicht?

00:12:13: Richtig gerade wenn sie sich den Diabetes in Deutschland anschauen auch eine Zivilisationserkrankungen.

00:12:19: Viele kommen mit dem sogenannten Metformin.

00:12:21: Das sollte man vor der Operation natürlich auch absetzen, weil es da zu der sogenannten Laktat-Azidose kommt könnte eine Übersäuerung mit Milch was schlussendlich zur Elektrolyt entgleisungen führen kann und zur Nierentschädigung und eventuell einen intensiven medizinischen Aufenthalt begünstigen würde.

00:12:38: das heißt da guckt der Geriat damit drauf dass mit Formin ist abzusetzen.

00:12:43: einige Medikamente können schon präoperativ auch posiert werden wie zum Beispiel Blutdruck-Medikamente, weil der Körper nach einer Kose oder eine Operation erst mal ganz neu reagiert.

00:12:55: Da wird quasi jedes Medikament auch nach der Operation reewaluiert.

00:12:59: Ist das jetzt in dieser Situation sinnvoll?

00:13:01: profitierte Patient davon?

00:13:03: Genau.

00:13:04: Und auch etwas, was Ihnen sicherlich häufig begegnet, Osteoporose?

00:13:09: Die Osteoperose der Knochenschwund ist eine Zivilisationserkrankung in Deutschland noch recht unterdiagnostiziert und untertherapiert aber die Knochenstruktur ändert sich im Laufe des Alters.

00:13:25: Das Skelett erneuert sich Trotzdem immer wieder, man sagt alle acht bis zehn Jahre hat sich das Skelett komplett einmal erneuert.

00:13:32: Und dieser Knochenstoffwechsel, der unterliegt ja quasi einem Mechanismus, der dazu wird dass Knochomatrix aufgebaut und abgebaut wird.

00:13:42: Das ist ein Verhältnis, Knochanaufbau und Abbau.

00:13:45: Und beim älteren Patienten ist es so, dass meistens der Knochenabbau schon überwiegt.

00:13:50: Ja, darum wird's immer poröser!

00:13:52: Aber diese Tabletten wirken ziemlich schnell oder?

00:13:55: Die wirken

00:13:56: sehr schnell.

00:13:56: innerhalb von drei bis sechs Monaten können Sie da schon einen Therapierfolg erzielen.

00:14:01: wenn sie jetzt zum Beispiel eine knochendichte Messung machen würden.

00:14:04: Würden Sie sehen nachdem Sie die Tablette gegen Osteoporose eingenommen haben das die Knoche Matrix, die Knochestruktur deutlich fester ist.

00:14:12: Das können Sie messen mit einer sogenannten Knochenlichtemessung durchführen.

00:14:17: Und prinzipiell ist es wichtig bei jedem Patienten, der eine Fraktur leidet, einmal zu überlegen, ist da womöglich eine Osteoporose dahinter?

00:14:27: Ja genau!

00:14:28: Sonst wird es nachher immer schwieriger, einen neuen Bruch zu verhindern oder eben auch zu therapieren.

00:14:35: Womit ich bei der OP bin, die ja der einundachtzigjährige Herr noch überhaupt zu kriegen hat?

00:14:39: Dennoch hatte er sie gar nicht an seinem Unterarm.

00:14:41: Was machen wir denn da?

00:14:43: Das kommt natürlich auf die Fraktur drauf an.

00:14:45: Wenn's jetzt ein einfacher Bruch ist, ganz einfacher Bruch mit nur einer Frakturspalte könnte man direkt eine sogenannte Plattenostesynthese machen.

00:14:54: Da kann der Patient danach ... danach direkt mit der Mobilisation anfangen, ist von Vorteil.

00:15:01: Sollte der Patient aber einen deutlich schwierigen Bruch einen sogenannten Trümmelbruch erleidet haben?

00:15:06: Mit eventuell noch Weichtalschaden würde man zunächst ein Fixatorextern anlegen.

00:15:11: Das heißt so eine Stange, so ein äußeres Knochen-Skelett will ich jetzt mal sagen, da sind die Frakturfragmente befestigt und man gibt den Bruch erstmal Zeit.

00:15:21: einigermaßen konservativ zusammenzuwachsen ist erst mal, wenn Sie einen Weichteilschaden haben von Vorteil.

00:15:29: Dadurch dass Sie das Weichteil erstmal schonen aber hat natürlich auch ein bisschen Nachteile.

00:15:33: dadurch, dass der Knochen erstmal fixiert ist können sie erstmal gar nicht mobilisieren.

00:15:38: ja natürlich auch diese Pins müssen auch gepflegt werden.

00:15:42: da kann es auch manchmal zur Infektion kommen.

00:15:44: Das heißt bei einem Trümmerbruch muss leider der Fixateur extern her und er wird in der Regel nach fünf bis sieben Tagen danach operativ entfernt und die Fraktur definitiv mit einer Platte versorgt.

00:15:56: Man nennt es dann ein zweizeitiges Verfahren.

00:15:59: Ja, also an der Worte zwei Operationen?

00:16:00: Genau!

00:16:01: Genau, aber am Ende ist es dann verlässlich.

00:16:04: Und wann kann unser Patient den Arm wieder so benutzen wie früher?

00:16:11: In der Regel ist das so, dass der Patient nach sechs Wochen den Arm benutzen kann, so wie früher.

00:16:17: In den ersten sechs Wochen wird eine solche Fraktur meistens übungsstabil versorgt.

00:16:21: Das heißt, der Patient kann Übungen machen darf aber nicht belasten, darf jetzt kein Gewicht in die Hand nehmen.

00:16:27: Und nach sechs Wochen würde man erneut eine Röntgenverlaufskontrolle machen und gucken ob die Fraktur gut versorgt ist, die Knochen konsolidiert sind und würde dann empfehlen dem Patienten Belastungs- oder Schmerzadaptier zu belasten.

00:16:41: Je nachdem wie die Schmerzen sind kann er belasten.

00:16:46: Aber so wie ich Sie es als Geriater einschätze, werden Sie sicher fragen warum der gestolpert ist.

00:16:51: Genau das ist ja auch die Aufgabe in einer Geriatrie herauszufinden, wie sie sich schon so schön sagen, warum der Patient stolpert denn für uns ist er... Für den Geriator ist der Stolpersturz oder der Sturz an sich nur ein Symptom einer zugrunde liegenden Erkrankung Und wie gesagt, wird der Patient nicht nur was die Frakturen geht versorgt sondern auch einmal auf den Kopf gestellt.

00:17:13: Da überlegt man sich, warum ist der Patient jetzt gestürzt?

00:17:16: Wenn er mir sagt, dass er das Bewusstsein kurzzeitig verloren hat dann würde ich überlegen, hat er vielleicht eine Ortensthenose eine symptomatische Ortenstenose Eine Herzklappenerkrankung, die dem zugrunde liegt?

00:17:28: Oder ist vielleicht der Blutdruck zu streng eingestellt?

00:17:31: Weil ganz häufig stürzen ältere Menschen, weil der Bluttdruck zuniedrig eingestellt ist.

00:17:37: Und damit meine ich auch schon einen Blutdrof von hundertzwanzig zu hundertachtzig, da beim älteren Patienten Schwindelsymptomatik führen kann.

00:17:46: Das heißt die schauen sich nochmal nebenher sozusagen während der Unterarm versorgt wird.

00:17:51: Schauen sie sich noch mal an wodurch es dazu gekommen sein könnte um rauszufinden ob es noch weitere gibt, wie man behandeln muss.

00:17:59: Richtig!

00:18:00: Und wann ist der Patient bei Ihnen wieder raus?

00:18:03: Der ist in der Regel nach vierzehn Tagen bei uns so fit, dass wir sagen würden er kann entlassen werden und natürlich muss noch die häusliche Versorgung geklärt werden.

00:18:12: wo geht da denn hin?

00:18:13: nach Hause oder zunächst vielleicht in eine Kurzzeitpflegeeinrichtungen?

00:18:17: das spielt der Sozialdienst auch eine wichtige Rolle.

00:18:20: Vielen Dank für das interessante Gespräch.

00:18:22: Vielen dank, dass ich da sein durfte

00:18:25: Und wir sehen uns wieder auf www.astlebios.com, Facebook und YouTube oder im nächsten Podcast!

00:18:32: Werten Sie gesund!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.