Hirntumore: wie werden Gliome behandelt?

Shownotes

Prof. Dr. Tobias Martens Chefarzt der Neurochirurgie Asklepios Klinik Altona in Hamburg https://www.asklepios.com/altona/abteilungen-spezialistinnen/spezialistensuche/profil/prof-dr-med-tobias-martens-37063

ASKLEPIOS hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1985 zum führenden privaten Klinikbetreiber Deutschlands entwickelt, der sich seither in Familienbesitz befindet. Heute vereint der Konzern rund 160 Gesundheitseinrichtungen, in denen über 73.000 Mitarbeiter:innen jährlich fast 3,9 Millionen Patient:innen versorgen. Bedeutende Meilensteine auf dem Weg zum integrierten Gesundheitskonzern waren die Übernahme des Landesbetriebs Krankenhäuser der Freien und Hansestadt Hamburg 2004 sowie die mehrheitlichen Anteilsübernahmen der MEDICLIN AG 2011 und der RHÖN-KLINIKUM AG 2020. ASKLEPIOS steht für konsequent menschenzentrierte Medizin. Qualität, Innovation und soziale Verantwortung bilden die zentralen Leitprinzipien, die das unternehmerische Handeln des Konzerns nachhaltig prägen. 🧑‍⚕👨‍⚕👩‍⚕ www.asklepios.com

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00:00:00: Hirntumore, wie werden Gliome behandelt?

00:00:04: Guten Tag und herzlich willkommen zur Klinik Sprechstunde.

00:00:08: Dem Asklepios Gesundheits Podcast mit Kirsten Kahler

00:00:13: und

00:00:13: Ärztinnen und Ärzten der Asklepeos-Kliniken.

00:00:19: Was ist ein Gliom?

00:00:21: Ein Gliom ist ein Hirntumor, der vom Hirngewebe selber ausgeht.

00:00:25: Das heißt nicht von außen auf das Hirngeweb bedrückt sondern wirklich von Hirnzellen ausgeht genau gesagt von den sogenannten Gliazellen und innerhalb des Hirns ein diffuses Wachstum aufgeheißt also eher wie so eine Wolke wächst das heißt nicht klar abgrenzbar ohne Kapsel was die Operation häufig erschwert.

00:00:43: Ja gibt es da eine Sorte sozusagen oder gibt es da verschiedene Arten?

00:00:49: Nein, es gibt verschiedene Arden.

00:00:51: Also Gliome ist so ein sogenannte Familienname.

00:00:53: Es gibt verschiedene Gliomen.

00:00:54: das häufigste ist das Glioblastom was leider auch am schnellsten wächst.

00:01:00: aber da gibt es ganz unterschiedliche Tumoren die auch unterschiedlich behandelt werden.

00:01:03: Ja, unterschiedliche Geschwindigkeit beim Backstum dann sozusagen können Sie uns da ein bisschen mehr zu sagen.

00:01:08: Ja, unterschiedliche Geschwindigkeit beim Wachstum aber auch unterschiedliche Fähigkeiten das Hirn zu infiltrieren.

00:01:14: Also wie stark wächst das in das Hirnen hinein?

00:01:17: Wie stark verzweigt sich das innerhalb des Hirngewiebes?

00:01:20: Und da gibt es aggressivere und weniger aggressive?

00:01:25: Ja genau!

00:01:25: Das Glioblastom ist das am schnellsten wachsende Gliom und leider auch das Aggressivste.

00:01:32: die stärkste Eigenschaft in das Gehirn zu infiltrieren und Funktionen zu beeinträchtigen, so dass man da auch relativ Zeit nach handeln muss.

00:01:43: Wer kriegt das?

00:01:45: Im Grunde genommen kann es jeder kriegen... Also es gibt keine bekannten Risikofaktoren!

00:01:50: Es hat nichts zu tun mit Rauchen, mit Ernährungsgewohnheiten oder anderen Lebensumständen.

00:01:55: auch Stress soweit wir wissen oder die Benutzung von Mobiltelefonen macht keinen Unterschied bei der Entstehung von diesen Tumoren.

00:02:04: Es sind vor allen Dingen Menschen so in der fünften, sechsten bis siebten Lebensdekade die das bekommen.

00:02:11: aber das können auch jüngere Menschen sein.

00:02:14: Ja gibt es da irgendwie ein Symptom?

00:02:18: also dass man weiß man sollte mal zum Arzt gehen wenn man bestimmte Dinge merkt am Kopf?

00:02:23: Nein, es gibt nicht das Symptom für Glioma oder Glioblastome generell.

00:02:27: Es liegt immer daran, wo dieser Tumor sich befindet.

00:02:31: Es kann sein, dass es eine Wesensänderung ist, dass eher Angehörige sagen, Mensch mit dir stimmt was nicht, wir müssen mal mit dir zum Arzt gehen... ...es kann sein ,dass es so ganz unspezifische Sachen sind wie Kopfschmerzen oder Ähnliches,... ..es kann aber auch sein, da es ein plötzlicher epileptischer Anfall ist der aus dem nichts entsteht.

00:02:49: Das ist ganz ganz unterschiedlich.

00:02:51: Eher selten ist wirklich, dass jemand ein neurologisches Defizit bekommt wie eine Lähmung des Arms.

00:02:57: Das ist meistens etwas was gar nicht so weit kommt sondern das vorher schon Dinge auftreten.

00:03:02: Ja und wie läuft die Diagnose um so einen Gliom festzustellen?

00:03:07: Also wenn man den Verdacht hat, wird ein Bild vom Kopf gemacht und da ist vor allem das MRT zu nennen.

00:03:14: Und das MR-T ist heutzutage so gut dass es uns ziemlich genau Aufschluss geben kann darüber erstens ob ein Tumor vorliegt und dann ja welcher Mut maßliches ist.

00:03:25: Und das reicht, um zu sagen wir müssen was machen?

00:03:27: Wir müssen operieren oder nicht.

00:03:29: Ja, das reicht!

00:03:30: Das ist wirklich die grundlegende Diagnostik.

00:03:33: es ist unabhängig von Blutwerten.

00:03:35: Es gibt eigentlich keine wesentliche Zusatzuntersuchungen, die man in aller Regel braucht.

00:03:40: Muss man denn operieren bei einem Leom?

00:03:43: Also es gibt zwei Gründe warum man operieren muss.

00:03:45: der erste Grund ist Man muss herausfinden was es ist weil wir können vom Bild Rückschlüsse ziehen und sagen, es ist ein Tumor wahrscheinlich.

00:03:53: Es ist dies und jenes aber wir können's nicht ganz genau sagen.

00:03:56: das heißt der erste Punkt ist ja Wir müssen wissen was es ist und der zweite punkt ist wir sollten versuchen den tumor soweit es geht zu reduzieren Und auf einen möglichst kleinen rest zurückzubringen so dass die weitere Behandlung die möglicherweise folgen muss Dann sich nur noch um einen kleinen Rest drehen muss.

00:04:13: also Ja im Grunde genommen muss man bis auf wenige ausnahmen jedes gleom operieren.

00:04:20: Ja, da geht es ja auch darum nicht nur zu gucken sondern auf was zu machen.

00:04:26: glaube ich kann das dann sein dass sie auf dem MRT sagen ja das ist bestimmt ein Gliom oder ein Glyoblastom und dann gucken Sie in den Kopf rein und sagen wir haben uns gehört?

00:04:38: Und die OP war eigentlich überflüssig?

00:04:41: Nein also dass die OP überflüßig braucht man nicht befürchten, also man kann aufgrund der MRT-Bildgebung schon sehr genau sagen das ist ein Tumor oder nicht.

00:04:51: Natürlich kann es mal sein, dass das ein anderer Tumor ist als man vielleicht ursprünglich vermutet hatte.

00:04:58: Das heißt aber nicht, dass man ihn nicht operieren muss – das ist trotzdem erforderlich in aller Regel.

00:05:02: Es gibt dann auch die Möglichkeit während der Operation sogenannten Schnellschnitt zu machen und da schon so eine grobe Einordnung bekommt.

00:05:09: Aber dass die Operation überflüssig ist bei einem neu diagnostizierten Hirntumor brauchen wir nicht befürchten.

00:05:17: Muss man sich als Patient vorbereiten auf diese OP, die dann also folgen soll?

00:05:21: Es gibt keine speziellen Vorbereitungen, die man als Patient oder Patientin machen muss.

00:05:25: Ist es vielleicht eher diese psychische Sache?

00:05:28: Dass man sich darauf einstellen muss und das ist natürlich auch Sache des behandelnden Arztes oder Ärztinnen, dass man aufklärt was könnte hinter sein, was sind die Risiken einer OP?

00:05:39: und ich glaube sich damit als Patient- oder Patientinn auseinanderzusetzen ist gut und wichtig Aber es gibt sonst keine konkreten Sachen, die man jetzt tun muss.

00:05:50: Und die OP?

00:05:51: Wie läuft sie dann ab?

00:05:52: In aller Regel ist das eine ganz normale Operation in voller Kose also dass man einschläft wie für jede andere Operation auch und wieder aufwacht.

00:06:00: natürlich Nur in seltenen Fällen, nämlich dann wenn Gliome in der Sprachregion liegen sollte man die Wach operieren.

00:06:08: Das bedeutet dass es eine kurze Narkose gibt für die Eröffnung der Schädeldecke aber das dann die Patienten wach sind weil wir deren Mitarbeit benötigen und während der Operation Sprachaufgaben gestellt werden um sich Schritt für Schritt herantasten kann und schauen kann wo ist Areal innerhalb des Tumors wo vielleicht Sprache generiert wird?

00:06:30: so dass man seine Operation daran anpassen kann.

00:06:33: Und Sprache ist etwas, was wir nicht in einer vollen Akose prüfen können – da besteht keine Chance!

00:06:38: Und machen Ihre Patienten das mit?

00:06:41: Ja aber es ist ganz wichtig, dass man vor gut spricht und auswählt.

00:06:45: Es gibt immer wieder Patienten wo ich auch als Operateur sage nein Das geht nicht wach, wo man einfach im Laufe der Jahre eine gewisse Erfahrung entwickelt und ein Gefühl, wo es geht oder nicht.

00:06:59: Man kann auch Neuropsychologen dazu nehmen und dessen Meinung noch mal einholen aber meistens habe ich schon ganz gutes Gespür, wo's nicht geht Und wenn ich Zweifel hab ob es geht dann mach' ichs nicht.

00:07:11: Und dann muss man aber die Operation, das ist der Nachteil einschränken.

00:07:15: Dann kann man halt nicht so viel entfernen wie man das im Rahmen einer Wachoperation hätte tun können.

00:07:20: Ist das das Risiko von dem Sie vorhin auch sprachen?

00:07:23: Also das OP-Risiko dass man Bereiche im Hirn berührt Funktionen stark beeinträchtigen können, später?

00:07:33: Ja genau.

00:07:33: Also ich sagte ja schon dass diese Tumoren keine scharfe Grenze haben.

00:07:36: das heißt man entfernt unweigerlich gewisse Anteile vom gesunden Gehirn und wenn so ein Tumor zum Beispiel in der Sprachregion liegt betrifft das die Sprache.

00:07:45: Das kann aber auch an einer Region sein wo die Motorik zum Beispiel beheimatet ist Und dann kann das die Bewegung von Liedmaßen betreffen.

00:07:55: Das ist aber etwas, was wir zum Beispiel in einer Vollnerkose mit kleinen Elektroden überprüfen können.

00:08:01: Da wird die Muskelaktivität gemessen während eine Vollnerkurse und da können wir uns innerhalb einer Vollenerkurse ran tasten und es besteht trotzdem ein Restrisiko, aber das ist dann sehr gering.

00:08:13: Und wie kriegen Sie den Tumor raus?

00:08:16: Im Wesentlichen durch Absaugen.

00:08:18: also man muss sich das als weichen Tumore vorstellen...

00:08:21: Also Schädeldecke öffnen

00:08:23: Schädeldecke öffnen, dann muss das lokalisiert werden.

00:08:26: Da gibt es technische Hilfsmittel dafür zum Beispiel eine Navigation die ähnlich wie im Auto uns den Weg weist wo der Tumor sich befindet.

00:08:37: Es gibt zum Beispiel einen Fluoressenz-Farbstoff, den man als Patient vorbekommt.

00:08:42: Einige Stunden vor der Operation die die Tumorzellen dann fluorescieren lassen.

00:08:47: All das sind Hilfsmittel um den Tume aufzusuchen und dann wird er unter dem Operationsmikroskop ganz fein abgesaugt.

00:08:55: es werden kleine Adern verödet und so kann man den Stück für Stück entfernen.

00:08:59: aber man muss sich das nicht so vorstellen dass es so am Block entfernt wird sondern ein schrittweises Vorgehen.

00:09:06: Und danach, wenn Sie dann fertig sind mit der OP?

00:09:10: Nach der Operation ist in der Regel eine Nacht Überwachung auf einer Intensivstation erforderlich.

00:09:15: Da geht es so um einfache Dinge wie gibt es Nachblutungen oder irgendetwas?

00:09:19: total selten Gott sei Dank aber das muss man überwachen.

00:09:22: Dann wird während der ersten ein bis zwei Tage ein neuerliches MRT gemacht, weil das unser Gradmesser ist.

00:09:30: Wie viel haben wir denn entfernen können?

00:09:32: Da kann man während der Operation sicherlich einen groben Eindruck gewinnen, aber sicher weiß man es erst wenn man dieses MRT gemacht hat.

00:09:40: Und Sie haben ja ein Stück von der Schädeldecke dann entfernt.

00:09:44: ist das dann das Teil dass sie nachher auch wieder einsetzen?

00:09:47: Ja das wird alles wieder verschlossen und dieses Stück der Schadedecke wird mit winzigen Titanenplättchen dort verankert die das Leben lang da drin bleiben.

00:09:56: Und wir legen großen Wert darauf, dass man auch vom ästhetischen Aspekt her nicht sieht, dass jemand an einem Hirntumor operiert wurde.

00:10:07: Das mag sich vielleicht nebensächlich anhören aber es ist ganz wichtig wie viel Haare man zum Beispiel rasiert und versuchen darauf weitestgehend zu verzichten weil das für Patientinnen und Patienten eine große Rolle spielt.

00:10:20: Ja was gewinne ich durch die OP?

00:10:22: Also sie gewinn zum einen Gewissheit, was es ist und die Möglichkeit das überhaupt weiter behandelt werden kann der Tumor.

00:10:30: Und durch die maßgebliche Verkleinerung gewinnt man auch Zeit weil dieser kleine Rest den man behandeln kann, kann man besser behandeln als wenn da ein großer Tumour wäre der zum Beispiel auch auf das gesunde Hirngewebe drückt und zusätzlichen Schaden anrichten kann.

00:10:45: Ja was kann man über die Zeitsagen nicht gewinnen?

00:10:49: Also ein Glioblastom ist nicht heilbar.

00:10:52: Das muss man ganz klar sagen, das heißt man gewinnt Lebenszeit und kann es kaum beziffern.

00:10:58: Das hängt wirklich stark davon ab wie der Tumor gelegen ist, wie viel man entfernen konnte und solche Dinge.

00:11:04: aber man gewinnt Lebenszeit.

00:11:06: Aber man muss natürlich im Blick haben dass es auch um Lebensqualität geht.

00:11:11: Also es nutzt sicherlich nichts, Monate zu gewinnen die man dann in schlechter Lebensqualität verbringt.

00:11:17: also das ist ein ganz klarer klares Ziel, dass man so viel wie's geht entfernt aber immer die Lebensqualitet im Blick und keine neurologischen Folgeerscheinungen zu produzieren.

00:11:29: Ja da spielt ja auch die Folgebehandlung noch eine Rolle wenn es um die Lebens Qualität geht.

00:11:34: Wie geht es denn weiter?

00:11:35: Ich habe die OP hinter mir.

00:11:36: ich hab sie gut überstanden.

00:11:39: Sie sind zufrieden mit mir sozusagen.

00:11:41: Wie läuft die Weiterbehandlung?

00:11:43: Das hängt sehr davon ab, was für ein Typ von Gliom es ist.

00:11:46: aber wenn wir jetzt das Glioblastom zum Beispiel nennen, dass ist die klassische Bestrahlung gefolgt und flankiert von einer Chemotherapie in Tablettenform.

00:11:56: Aber bei den niedriggradigeren Gliomen also die die langsamer wachsen auch eher im jüngeren Lebensalter auftreten haben sich einige Neuerungen ergeben.

00:12:06: Da gibt es zum Beispiel eine zielgerichtete Therapie gegen eine bestimmte Mutation innerhalb der Tumorzellen, die man mit einer Tablette behandeln kann, die halt keine Chemotherapie ist, sondern eine ziergerichterte Therapie und extrem wenig Nebenwirkung mit sich bringt?

00:12:23: Ja!

00:12:24: Ziergerichtet Therapie.

00:12:27: Das heißt ja dann Sie untersuchen das Gewebe und schauen was auf den Patienten ganz genau passt.

00:12:32: Stimmt das so?

00:12:33: Es ist absolut essenziell und wichtig, dass das Tumorgewebe nicht nur grob klassifiziert wird.

00:12:39: Vor einigen Jahren hat man gesagt okay das ist ein Glioblastom fertig.

00:12:42: es ist jetzt viel wichtiger, dass es so genau untersucht wird wenn wir das sequenzieren also dass man genetische Merkmale dort erkennt, Mutationen erkennt die als mögliches Therapieziel dienen können und vielleicht auch nicht sofort in erster Linie, aber vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt.

00:12:59: In ein paar Jahren weil diese Mutation sehr stabil sind.

00:13:02: das heißt wenn der Tumor wieder wächst zu einem späteren Zeitpunkt wüsste man schon welches Ziel man möglicherweise angehen könnte?

00:13:10: Ja vielleicht nochmal dieses Wort zielgerichtete oder personalisierte Therapien immer das ja glaube ich auch.

00:13:16: was ist für mich als Patient der Vorteil davon?

00:13:20: Der Vorteil ist zum einen, dass die Wirksamkeit sehr gut sein kann.

00:13:23: Das hängt aber wirklich von der einzelnen Substanz ab.

00:13:26: Aber auch die Nebenwirkungen sind häufig deutlich geringer.

00:13:28: Also bei einer Chemotherapie muss man sich das ja so vorstellen, dass man im Grunde noch mit Energieskanne darauf geht und im Kern jede sich teilende Zelle des Körpers zunächst mal angeht.

00:13:40: Und das bedeutet es gibt viele Nebenwirkungen Bekanntes Die Übelkeit erbrechen und solche Dinge.

00:13:46: Und bei zielgerichteten Therapien, wie der Name schon sagt, richtet sich das gegen ein Merkmal so dass weniger Nebenwirkungen in aller Regel auftreten.

00:13:56: Das ist für sie als Patientin oder Patienten natürlich ein großer Vorteil und zudem ist die Wirksamkeit auch je nachdem was für eine Substanz es ist deutlich besser häufig.

00:14:07: Gibt es auch etwas was die Behandlung von den schnellen also von dem Geoplastum fördert?

00:14:13: Es

00:14:15: gibt jetzt in den letzten Jahren keinen ganz großen Durchbruch da.

00:14:18: Das muss man sagen, aber wir haben verschiedene Merkmale identifiziert die zumindest die Prognose besser abschätzen lassen.

00:14:26: Wir können sagen okay dieser Tumor wächst vielleicht nicht ganz so schnell und nicht ganzso aggressiv auf.

00:14:31: das kann eine wichtige Information sein natürlich.

00:14:34: Aber die Kerntherapie und die Standardtherapien besteht immer noch aus Strahlentherapie, Chemotherapie.

00:14:41: Und gegebenenfalls Wechselstromfeldern, die man noch zusätzlich benutzen kann.

00:14:48: Was ist das da mit den Wechselströmen?

00:14:50: Das sind Elektroden, die auf den Schädel aufgeklebt werden nach Ende der Strahlentherapie und im Grunde genommen dauerhaft einen Wechselstromfeld innerhalb des Kopfes produzieren.

00:15:02: Was man nicht merkt was die Zellen aber an sich Teilen hindern sollen Das hat man dauerhaft auf dem Kopf, deswegen muss man darüber auch sehr genau sprechen im Vorfeld und sagen okay das bringt sicherlich einige Monate zusätzlich.

00:15:21: Da gibt es ein Studie wie hat das bewiesen.

00:15:23: aber man muss das und das muss letztendlich jeder für sich selber machen abwägen gegenüber den potentiellen Verlust an Lebensqualität.

00:15:30: Man muss halt wissen dass die Haare abmüssen sonst kleben die Elektroden schlicht und ergreifend nicht und dass man halt dauerhaft mit so einem ja Art Laptop-Taschen umhergehen muss.

00:15:42: Es gibt Patientinnen und Patienten, für die ist das total okay.

00:15:45: Die sagen, ich setze mich ein Capy auf und es ist total in Ordnung.

00:15:49: Für andere kommt das nicht in Betracht.

00:15:50: Und das ist eine individuelle Entscheidung, die man glaube ich noch guter Information für sich selber treffen muss.

00:15:59: Sie sagten ja also, dass diese Gliome sind nicht hundertprozentig zu entfernen.

00:16:02: Nicht halber?

00:16:04: Da wird es eine Kontrolle geben wahrscheinlich danach im Leben lang?

00:16:07: Ja absolut!

00:16:08: Die Basis der Kontrolle ist für uns das MAT.

00:16:10: Also man muss in regelhaften Abständen MRTs machen... einzige Möglichkeit der Kontrolle, weil es überhaupt nicht sinnvoll ist zu sagen kommen Sie wieder wenn sie irgendwie ein Problem haben.

00:16:21: Weil das ist genau das was wir nicht wollen.

00:16:23: Wir wollen immer reagieren bevor einen Problem auftritt.

00:16:27: insofern sind es MRT-Kontrollen beim Glioblastom in aller Regel alle drei Monate bei den Niedriggradierern vielleicht alle sechs Monate.

00:16:34: Das ist aber auch individuell anpassbar Aber es ist eine lebenslange Kontrolle.

00:16:40: Vielen Dank für das interessante Gespräch.

00:16:41: gerne

00:16:42: Und wir sehen uns wieder auf Facebook, YouTube, Instagram und LinkedIn.

00:16:47: Werten Sie gesund!

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