Robotergestützte OP beim Kniegelenkersatz – was bringt sie?

Shownotes

Dr. Karol Stiebler Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie Leiter Endoprothetikzentrum, Traumazentrum und Alterstraumazentrum Asklepios Klinikum Schwalmstadt https://www.asklepios.com/konzern/standorte/expertensuche/profil/dr-h-karol-stiebler-2446

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00:00:01: Robotergestützte OP beim Kniegelenkersatz.

00:00:04: Was bringt sie?

00:00:05: Guten Tag und herzlich willkommen zur Klinik-Sprechstunde, dem Asklepios Gesundheitspodcast mit Kirsten Kahler und Ärztinnen und Ärzten der Asclepios Kliniken.

00:00:20: Warum muss ein künstliches Kniegelenk so genau sitzen?

00:00:24: Unser Ziel ist eine möglichst hohe Patientenzufriedenheit.

00:00:28: Wir möchten den Patienten die Schmerzen nehmen Wir möchten eben Mobilität und Lebensqualität wiedergeben.

00:00:37: Das ist verbunden mit einer wirklich freien Beweglichkeit des neuen, des künstlichen Kniegelenkes – mit der Konstruktion der Beinachse, mit Stabilität in jede Stellung des Gelenkes und mit einer physiologischen Kinematik des Gelenkens.

00:00:56: Entscheidend bei der Umsetzung dieser Ziele ist die Ausrichtung der Prothesen-Komponenten im Knie.

00:01:04: Dazu gibt es einige moderne Konzepte, die in den letzten Jahren ausgearbeitet wurden und um diese Konzepten in die Realität umzusetzen brauchen wir hohe Präzision und Reproduzierbarkeit Und hier die Roboterunterstützung bietet die höchste Präcision aktuell.

00:01:25: Aber bisher hatte man ja nicht so viele Roboter am Einsatz oder?

00:01:28: Nein, das ist eine neue Technologie.

00:01:30: Man ist sehr gewohnt seit vielen Jahren die Knie, Anthropothesen manuell einzusetzen.

00:01:36: Das heißt, man richtet die Komponenten mit Instrumenten am Knochen und an anatomischen Landmarken des Patienten aus.

00:01:46: Allerdings ist die Flexibilität und Präzision dort im Vergleich zu den robotvergestützten Operationen eingeschränkt.

00:01:55: Das ist auch in mehreren Studien nachgewiesen worden, dass die Präzision der Schnitte mit den Roboterassistierten-Systemen deutlich besser auswählt.

00:02:06: Ja geht das für Vollprothesen und für Teilprothesen oder nur für Vollprothesen?

00:02:13: Das gilt für beides – für die Vollprothesen und auch für die Ditalprothese.

00:02:16: Also

00:02:16: für den sogenannten Schlitten wo nur...

00:02:18: Einseitiger Schlitten und doppelseitige Prothese.

00:02:23: Wenn man jetzt sich entschieden hätte, also auch im Gespräch mit Ihnen dass das Gelenk ersetzt werden sollte.

00:02:30: Wie wäre dann der Ablauf?

00:02:32: Also ich käme zu Ihnen.

00:02:33: es gibt einen wahrscheinlichen Gespräch, da gibt's

00:02:35: eine Vermissung... Ja natürlich gibt das eine Untersuchung und ein Gespräch oder eine erste Diagnostik, also Höndgen auf Namen des Kniegelenkes in drei Ebenen und sollte die Indikation dann gestellt werden.

00:02:47: Und bei den Einsätzen eines künstlichen Gelenkes notwendig werden, geht die Planung los mit der ganz beiden Standaufnahme.

00:02:56: Das ist eine Aufnahme des Ganzenbeins im Stehlen unter Belastung.

00:03:02: Diese Aufnahme dient zur Erhebung der ersten Parameter- und zu Planung.

00:03:08: Also man plant anhand dieser Aufnahme Bereits digital auf dem Computer setzt man schon die Komponenten grob ein.

00:03:16: Aber das ist erstmal eine grobe Vorplanung mit den Daten, die man aus dieser Ganzbahnaufnahme erhebt geht mal in OP und verwendet diese Daten zusammen mit den intraoperativ erhobenen Daten um eine optimale Position der Implantate für den Patienten, für den jeweiligen Patienten festzulegen.

00:03:42: Navigation oder was Sie auch machen?

00:03:45: Oder sind wir jetzt schon bei der Arbeit des Roboters.

00:03:49: Die Computernavigation ist ja schon eine ältere Technik, das ist sozusagen also ein Zwischenglied zwischen manuelle Implantation und der Robotik die seit einigen Jahren auf dem Markt ist.

00:04:00: Die Navigation ermöglicht uns ja schon im OP auch die Positionen der Implantate zu planen und auch recht präzise umzusetzen allerdings Wiederum manuell, also man muss die Rezeptionsblocker manuell montieren und manuell sägen.

00:04:17: Was sich jetzt nicht wesentlich von der Robotik unterscheidet aber gewisse Fehlerquellen bietet durch die manuell ausgeführten Schritte.

00:04:31: Ach so!

00:04:31: Und jetzt aber der Roboter würde ja dann jetzt neuerdings das Segen übernehmen oder?

00:04:37: Und man macht es dann nicht mit Manuel?

00:04:39: Ja, der Roboter kontrolliert den Segevorgang.

00:04:42: Also das funktioniert so dass wenn man zunächst interoperativ die Planung vollzogen hat also um die Daten erhoben hat und das Kniegelenk entsprechend nachgezeichnet hat, mit speziellen Instrumenten.

00:04:59: Das nimmt der Computer auf und stellt eine ein-dreidemodell, ein virtuelles Dreidemodel her.

00:05:05: Und auf diesen virtuellen Dreidemo-del kann man in Echtzeit die Position der Prothese so einplanen, dass man eine bestmögliche Beweglichkeit, eine gewünschte Beinachse und eine Bandstabilität dem gesamten Bewegungshub an besten Gelenkes optimal erzielt.

00:05:25: Damit kann man spielen, man kann das verändern und letztendlich wenn man die optimale Position gefunden hat und sich entscheidet so möchte ich das Knie jetzt eingesetzt bekommen.

00:05:35: So möchte ich die Schienenbeinkomponente oder die Oberschenkelkomponenten positionieren.

00:05:40: dann kommt man zur Durchführung der Schnitte.

00:05:44: es ist ein Schnitt am Schienbein und fünf Schnitten am Oberschenkweg noch.

00:05:49: mit diesen Schnitten wird sozusagen die Position geimplanter festgelegt in X-Bein, Ober-Ein Ausgleich in verschiedenen Neigungen und Rotationen.

00:06:00: Wenn man jetzt zum Umsetzen kommt werden die Sägeschnitte durch die Sääge durchgeführt, die ein Roboterarm führt.

00:06:10: also der ist einem Roboter Arm montiert und der Operateur kontrolliert das.

00:06:16: er nimmt die Säghe in der Hand und löst sie auch aus.

00:06:19: diese Sägevorgang kann allerdings nur initiiert werden, wenn die Säge in exakter Position steht und exakt in der geplanten Ebene eingestellt ist.

00:06:32: Das heißt im Operateur kann ich etwas wegrutschen?

00:06:35: Dann macht dies gar nicht sondern sie macht das von Sie gelernt hat.

00:06:38: dass ihr das tun soll

00:06:40: vorher schon so ungefähr kann man doch sehen.

00:06:43: Haben Sie denn als Arzt noch die Möglichkeit innerhalb der Operation Korrekturen vorzunehmen?

00:06:48: Ja, also auch wenn alle Seegerschnitte durchgeführt sind und dann das Kniegelenk mit Probekomponenten nochmal durchbewegt und schaue auf wie es funktioniert.

00:07:00: Und dass nicht ganz dem Wunsch entspricht kann man immer noch mithilfe des Systems Korrekturen in das System einprogrammieren und die ganz feinen, also millimetergenauen und gradgenauen Korreakturen in die Sägeschnitte einbringen, um das Ergebnis weiter zu optimieren.

00:07:21: Ja

00:07:21: genau!

00:07:22: Denn der Patient hat ja vielleicht die Hoffnung dass er immer noch behandelt wird von einem menschlichen Profi und nicht von einem Roboter.

00:07:33: ich weiß es nicht.

00:07:34: Das ist so...das Robotersystem Ein Operationshelfer, ein Assistent.

00:07:40: Aber es ist nicht der Operateur.

00:07:41: Der Arzt hat über die gesamte Operation voll die Kontrolle US geschehen.

00:07:48: Was ist der Vorteil?

00:07:50: Sie sagen Präzisionen aber woran merke ich am Ende das wenn ich mir ein künstliches Knie einsetzen lasse mithilfe dieses Robot-Daus dass der Roboter gut gewesen ist?

00:08:02: Ja, durch die exakte Positionierung der Komponenten versprechen wir uns natürlich eine frühere Rehabilitation oder eine kürzere Rehablitationszeit.

00:08:11: Das beobachten wir bereits auch an unseren Patienten.

00:08:14: Es gibt auch die ersten Hinweise darauf dass es möglicherweise auch weniger Schmerzen gibt nach der Operation.

00:08:21: und was sie uns dann natürlich auch versprechen das ist noch dafür gibt es noch keine harten Daten dass man natürlich auch die Haltbarkeit der Prothese ohne Revisionseingriffe verlängert.

00:08:34: Die sind jetzt schon erheblich, aber es gibt auch Hinweise aus der Navigation das die navigierten Knie an den Prothesen... durchaus eine längere Standzeit aufweisen, also längere Lebensdauer und das würden wir uns natürlich auch von der Robotik assistierten OP versprechen.

00:08:53: Also da würden mir sogar noch die Erwartungen noch ein bisschen höher schrauben.

00:08:56: Ja

00:08:57: weil sie eben gerade die sogenannte Revisionen im Spiel brachten.

00:09:01: Das heißt ja Gelenk hat versagt wie das in der Medizinersprache heißt muss raus, Gelenken muss rein.

00:09:08: Hilft er der Roboter?

00:09:11: Ja, das ist noch nicht ganz etabliert.

00:09:13: Aber der Roboter kann auch in der Revisionsoperation als Helfer benutzt werden und das wird sicherlich einen großen Stellenwert erlangen in Zukunft.

00:09:27: Korrektur der Beinachse X-Beinobein also.

00:09:32: Ich habe mal gelernt, nicht jeder hat wirklich ein hundert Prozent krates Bein.

00:09:35: Das haben vielleicht die wenigsten.

00:09:38: aber wie weit hilft der Roboter dabei auch schon etwas zu korrigieren?

00:09:44: Also deutliches Ober- und deutliches Ex-Bein?

00:09:47: Ja er hilft natürlich dabei.

00:09:50: Er hilft sehr genau.

00:09:53: Und nach den modernen Konzepten der Klinendoprothetik ist es eben nicht mehr so wie in einer klassischen Philosophie dass man das Bein auf null Grad, also exakt gerade wieder herstellen will.

00:10:07: Sondern man versucht die Rekonstruktion in den anatomischen Grenzen oder in eine Patienten angepassten Anatomie durchzuführen.

00:10:18: Das heißt wenn man aus einem Oberbein kommt mit einem Ober- beinen zur Operation antritt und nach dem Erhobenen Daten davon ausgegangen werden muss, dass das O-Bind schon sozusagen konstitutionell angelegt war.

00:10:32: Also der Patient mit dem O-Bein schon gelebt hat vor der Arthose natürlich nicht.

00:10:36: in diese Ausprägung versucht man die Patienten angepasste Korrektur durchzuführen.

00:10:42: Nicht unbedingt exakt auf null aber eine moderaten Fehlstellung zu belassen um so das Ergebnis zu verbessern und den Patienten nicht in eine neue Ausgangssituation zu bringen, sondern in einer Situation zurückzubringen aus der er ursprünglich gekommen ist.

00:11:00: Ja ja denn darüber die Hüften und da drüber die Bandscheiben, die Wirbel sind ja alle doch gewohnt auf dem alten Körper zu laufen oder?

00:11:09: Ja so ist das.

00:11:13: Wenn man sich bei ihnen operieren lassen würde, ist das etwas was jeder haben kann mit dem Roboter Oder ist das für speziellen Fällen vorbehalten?

00:11:24: Nein, also bei uns ist es so, dass jeder bekommt, der es braucht sozusagen.

00:11:31: Also wie jeder Patiente bei uns seine Knie in der Prothese bekommt, bekommt den Einsatz des Roboters

00:11:37: und muss er dafür bezahlen?

00:11:39: Nein muss er nicht.

00:11:40: Es gibt durchaus Kliniken die dazu einen Zusatzentgelt von den Patienten verlangen.

00:11:48: Wir möchten, dass sie jedem zugänglich machen und diese Technik jedem zukommen lassen.

00:11:54: Und wenn ich dann mit der OP fertig bin bei Ihnen?

00:11:59: Wie lange bin ich noch dort, bevor ich in die ersten Reha-Massnahmen komme?

00:12:05: Die Maximalferweildauer bei uns nach einer Knianderprothese ist regulär fünf Tage.

00:12:12: Im Anschluss gehen die Patienten zur nächsten Hause Und ungefähr ne Woche später treten sie die Anschlusshalbehandlung an.

00:12:20: Was schätzen Sie?

00:12:21: Also, Sie sagten ja vorhin schon, dass sich das wahrscheinlich verkürzen und verbessern wird mit Hilfe des Robotters.

00:12:28: Wie lange wird man dann brauchen bevor man sagen kann ich habe wieder einen... Ich muss nicht mehr an die Protese denken.

00:12:37: gibt es diese Situation?

00:12:39: Die Situation gibt es, wobei das beim Kniegelenk nicht so häufig vorkommt wie bei der Hüftbrothese.

00:12:43: Ja!

00:12:44: Bei der Hüfbrothèse ist das zu die Regel beim Kni erreichen dass nicht alle Patienten.

00:12:50: aber wir haben das zum Ziel natürlich und deshalb machen sich viele Menschen Gedanken wie man die Konzepte neu gestaltet was man noch besser machen kann damit es eben zu dem sogenannten vergessenen Gelenk kommt bei den Patienten.

00:13:05: Neuesten Stand der Entwicklung ist halt eben der Roboter und da warten wir erst mal ab, was für Ergebnisse wir damit produzieren.

00:13:11: Und ob es dann noch Luft nach oben gibt wird sich zeigen vielleicht schon.

00:13:15: Vielen Dank für das interessante Gespräch.

00:13:17: gerne!

00:13:18: Wir sehen uns wieder auf YouTube Facebook LinkedIn und Instagram.

00:13:22: werden sie gesund?

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