Wann muss eine Spinalkanalstenose operiert werden?
Shownotes
Dr. Marc Ruppolt Chefarzt der Wirbelsäulen- und Neurochirurgie sowie Schmerztherapie Asklepios Westklinikum Hamburg https://www.asklepios.com/konzern/standorte/expertensuche/profil/dr-med-marc-ruppolt-37361
ASKLEPIOS hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1985 zum führenden privaten Klinikbetreiber Deutschlands entwickelt, der sich seither in Familienbesitz befindet. Heute vereint der Konzern rund 160 Gesundheitseinrichtungen, in denen über 73.000 Mitarbeiter:innen jährlich fast 3,9 Millionen Patient:innen versorgen. Bedeutende Meilensteine auf dem Weg zum integrierten Gesundheitskonzern waren die Übernahme des Landesbetriebs Krankenhäuser der Freien und Hansestadt Hamburg 2004 sowie die mehrheitlichen Anteilsübernahmen der MEDICLIN AG 2011 und der RHÖN-KLINIKUM AG 2020. ASKLEPIOS steht für konsequent menschenzentrierte Medizin. Qualität, Innovation und soziale Verantwortung bilden die zentralen Leitprinzipien, die das unternehmerische Handeln des Konzerns nachhaltig prägen. 🧑⚕👨⚕👩⚕ www.asklepios.com
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Transkript anzeigen
00:00:01: Wann muss eine Spinalchanalsthenose operiert werden?
00:00:05: Guten Tag und herzlich willkommen zur Klinik-Sprechstunde.
00:00:09: Dem Asklepios Gesundheitspopcast mit Kirsten Kahler und Ärztinnen und Ärzten der Asklepeos-Kliniken.
00:00:19: Beim Gen IIII aber im Sitzen hört es auf, ist das so?
00:00:23: Das ist die typische Beschreibung, die man am häufigsten von Patientinnen und Patienten hört.
00:00:27: Dass beim Gehen Schmerzen ... im Rücken, aber vor allem in den Beinen auftreten die dann bei längerer Wegstrecke auch mehr werden und die Patienten dazu zwingen anzuhalten oder sich sogar hinzusetzen um da eben eine Verbesserung zu erfahren.
00:00:43: Das ist ja bei anderen Krankheiten auch so?
00:00:46: Ja das klassische Beispiel dafür sind die arteriellen Durchblutungsstörungen PAVK auch ein Begriff der vielen bekannt ist.
00:00:56: Das Symptom heißt auch gleich Der medizinische Fachbegriff für dieses Problem, man geht hat Schmerzen in den Beinen die beim Hinsetzen wieder weggehen.
00:01:05: Das ist die sogenannte Claudicatio.
00:01:07: nur die Claudicatsio Intermittens isst die bei den Durchblutungsstörungen Schaufensterkrankheit das ist der Begriff den viele kennen oder eben die Claudicazo Spinalis Spina die Wirbelsäule.
00:01:19: auf die Wirbelsäule bezogen so heißt das Symptom dann wenn es durch eine Einigung des Wirbelkanals bedingt sein kann.
00:01:27: Aha,
00:01:27: das heißt also wenn man damit anfängt diese Krankheit mal zu auch zu diagnostizieren wird man erstmal auch abgrenzen müssen ob diese Schmerzen in den Beinen nicht auch von was anderem kommen können.
00:01:38: Es gibt immer mehrere Differenzialdiagnosen.
00:01:40: so nennt man dass bei den Medizinern, wenn mehrere Diagnosen für ein bestimmtes Symptomen frage kommen und die Differenzialdiagnose muss man natürlich immer sorgfältig abarbeiten.
00:01:51: Weil vor einer erfolgreichen Therapie muss immer auch eine richtige Diagnose stehen.
00:01:55: Ja genau,
00:01:56: könnte ja auf eine Hüfte kommen?
00:01:57: Könnte auch von der Hüftekommen, auch viel hüftbeschwerden also das was man meistens kennt Die Arthrose der Verschleiß im Hüfftgelenk.
00:02:04: Auch der kann sehr oft stark einer Wirbelsäulen-Erkrankung ähneln.
00:02:09: Auch eine Spinalkanal-Stynose, das kommt auch nicht so selten vor dass man Patienten dahingehend beurteilen muss ist es eher die Hüfte oder ist es der Wirbelkanal der Spinalkanal?
00:02:20: Genau!
00:02:20: Spinalkanal und Stynose heißt Verengung und Sie sagen also wenn man sich zum Beispiel hinsetzt dann ist es weg.
00:02:26: warum ist es dann weg?
00:02:27: ich sitze ja jetzt nicht so wie der wirbelsäulichwirk einem das raten wird oder wie der orthopäde das einem rät aber normalerweise ganz unwillkürlich beugen wir uns beim Sitzen leicht nach vorne.
00:02:39: Zum Beispiel ist das auch beim Fahrradfahren so, es ist auch ein Phänomen die Patienten beschreiben oft ich kann zwar nicht mehr gehen aber ich kann sehr gut Fahrrad fahren weil es einfach immer damit verbunden ist dass man sich leicht nach vornä bäugt.
00:02:51: und wenn man sich nach vorne bäuge macht man diesen eingehängten Wirbekanal etwas weiter.
00:02:56: genauso wenn man sie nach hinten beugt dann macht man ihn wieder enger.
00:03:00: das ist wiederum eine Position die die Patienten überhaupt nicht mögen.
00:03:03: ja können Sie uns das andeuten zumindest an dem Modell, was da passiert bei dieser Spinalkanalstynose?
00:03:11: Also grundsätzlich wenn wir uns hier dieses Modell einer Lendenwirbelsäule ansehen.
00:03:15: Wir haben die fünf Lendenwirbelkörper, da unten das ist das Kreuzbein und der Bauch ist da ganz genau.
00:03:23: Die Patientin in der Patient liegt jetzt auf den Bauch.
00:03:25: ich drehe es noch ein bisschen so dass man's besser sieht.
00:03:27: Die Dornfortsätze, was viele kennen hier sehen wir die kleinen Wirbelgelenke immer Zwei Wirbe und eine Bandscheibe bilden ein sogenanntes Bewegungsegment.
00:03:38: Diese Bewegungssegmente sind eben vorne durch die Bandsscheibe, und hinten durch die Gelenke in jedem Segment links-und rechts eins zusammengehalten.
00:03:46: Der Wirbekanal über den wir sprechen das ist das wo jetzt hier diese Metallstange eingeführt ist.
00:03:52: dort drin spielt sich das ab.
00:03:53: Das ist der Spinalkanal.
00:03:55: Dort drinnen verlaufen die Nerven in einem Sack gut geschützt von Wasser umspült dass sie auch gut gepuffert sind.
00:04:03: Und das Entscheidende, was bei der Entstehung der Spinalkaneinstellnose wichtig ist sind vor allem drei Punkte.
00:04:10: Der erste Punkt, was wir hier überhaupt nicht sehen zwischen den Wirbelbögen, ist ein Band aufgespannt.
00:04:17: also auch wenn man jetzt bei einer Operation bis zu diesem Punkt kommt da kann er ja nicht gleich in die Wirbelsäule hineinsehen sondern da ist dieses gelbe Band wie es anatomisch heißt weil er eben tatsächlich eine hellgelbe Farbe hat.
00:04:31: Der zweite wichtige Faktor sind, wir haben schon über die Arthrosen einen Hüftgelenk gesprochen und so kann man auch an diesen Wirbegelenken eine Arthrose entwickeln.
00:04:39: Ein Verschleiß und das der Körper reagiert darauf meistens indem er Knochen anbaut.
00:04:45: Dieser Knoche kann natürlich einerseits nach außen wachsen wo er weniger stört aber wenn ihr in den Wirbekanal hineinwächst dann kann auch das zu einer Bedrängung von Nerven und wenn etwas auf ein Nerv drückt dann kann es unter anderem eben auch wehtun.
00:04:59: Und der dritte Faktor, der für die Entstehung der Spinalkanalschnose wichtig ist.
00:05:04: Das ist immer auch die Bandscheibe, wobei ganz unabhängig ob man nur eine Spinal- kanalschnosen hat oder nicht mit der Zeit und dem Altern verliert eine Bandsscheibe immer an Höhe und sie verliert Anflüssigkeit Sie trocknet aus!
00:05:19: Die Konsequenz natürlich des Höhenverlustes ist ein stärkerer Druck auf den Gelenken.
00:05:26: Das Gelenk reagiert dann wieder mit der Entwicklung der Arthrose und dem Anbau.
00:05:30: Und andersrum so eine frische Bandscheibe, eine junge Bandsscheibe die hoch ist kann man sich vorstellen wie ein Reifen.
00:05:38: Wenn man aus diesem Reifen Luft rauslassen würde, dann würde er an Höhe verlieren aber sich gleichzeitig auch ein Stück weit in den Wirbelkanal hinein vorwölben.
00:05:46: Ja und so kommt das dann quasi ja von mehreren Seiten?
00:05:49: Von mehreren Seiten!
00:05:50: Also
00:05:50: einmal von dem Band, einmal von den Knochen die immer mehr werden und also die Anbauen und einmal eben von der Bandscheibe die dann so
00:05:58: ganz genau.
00:05:59: Und
00:05:59: diese Gewichtung dieser drei Zutaten ist dann schon oft sehr individuell.
00:06:04: Also der eine Patient hat vor allem eine Bandvergrößerung.
00:06:07: Die nächste Patientin hat vor allen ein Gelenkproblem, aber im Prinzip die drei Dinge sind immer dabei.
00:06:12: und wer kriegt das?
00:06:14: Im Prinzip kann es erstmal jeder kriegen.
00:06:17: wir wissen natürlich dass Alter ist ein ganz wesentlicher Faktor wobei man darf die Dinge nicht immer zu einfach auf das Alter werfen.
00:06:27: Das kennen wir bei allen anderen Erkrankungen auch.
00:06:30: Es gibt auch eine sehr starke genetische Komponente.
00:06:33: Die kann man überhaupt nicht beeinflussen.
00:06:35: Was einem in die Wiegel gelegt wurde, wie sehr man zu dieser Verschleißerkrankung überhaupt neigt?
00:06:43: Also wie ist der Knochen aufgebaut, wir sind die Bänder aufgebaut und das ist ja auch nichts Untypisches.
00:06:50: Man sieht manchmal... Patienten, die sind gerade mal Mitte Ende vierzig und haben ein Bild das man leicht als achtzigjährig durchwinken würde.
00:06:59: Und manchmal sieht man auch Bilder von achtzigjährigen, fünfundachtzigjährige, die fast nichts haben wo man sich denkt Das ist ja ein dreißigjähriger Nein aber das ist halt jemand der genetisch sehr viel Glück hatte
00:07:12: Wenn man weiß dass es eine Spinalkanalsthenose gibt was kann man machen?
00:07:18: um nicht leicht zu operieren.
00:07:19: Also was ist der konservative Weg davor?
00:07:21: Der konservative Weg beziehungsweise vor der Therapie oder wie angesprochen steht natürlich immer erst mal die Diagnose und man muss bei den Symptomen, das Kardinalsymptom irgendwie gesagt haben, die Klaudikationer Beinschmerz beim Gehen, der sich bessert beim Sitzen.
00:07:38: Das Symptom muss erstmal da sein weil es gibt auch wenn man da Reihenuntersuchungen sich betrachtet, die Zahlen unterscheiden sich natürlich immer von Studie zu Studie.
00:07:49: Aber zwanzig bis vierzig Prozent der über sechzigjährigen haben Einengungen am Wirbelkanal aber lang nicht dieser Prozentsatz an Menschen da sitzt ja noch überhaupt keine Patientinnen und Patienten haben Probleme damit.
00:08:04: also man muss schon immer sehr differenzieren.
00:08:07: das ist sehr wichtig.
00:08:09: Der Bild befunden ist eins immer nur eine Ergänzung zu den typischen Symptomen, zur Diagnose.
00:08:17: Bildgeben ist die Spinalkanalstenose leicht zu diagnostizieren aber interessanter wird es dann macht die Spanalkanalstenose die Probleme über die man gerade spricht in der Sprechstunde.
00:08:29: Und angenommen?
00:08:30: Man würde davon ausgehen kann ich denn was machen um die OP rauszuschieben und erst mal andere Dinge zu probieren?
00:08:36: also grundsätzlich ist immer entscheidend wie hoch der Leidensdruck.
00:08:42: Das bewertet auch jede und jeder für sich anders, aber entscheidend ist solang man es aushält.
00:08:50: Solange es mit ein paar Schmerztabletten, mit ein bisschen Gymnastik man zurechtkommt und eigentlich nicht wesentlich in der Verrichtung seines Alltages eingeschränkt ist dann sollte man sich nicht operieren lassen.
00:09:05: die Operation kommt schon erst dann in den Blickwinkel, wenn man A durch Schmerzen wie einfach so stark sind dass man sie mit einer vernünftigen Menge an Schmerzmittel einfach nicht relevant eindämmen kann.
00:09:18: Wenn man in seiner Beweglichkeit eingeschränkt ist, wenn all die Dinge, die man tun will und nicht mehr tun kann, dann sollte sie eigentlich erst in den Fokus rücken.
00:09:28: Immer mal davon aus, es wäre so, dass Sie das so angehen?
00:09:31: Wie würden Sie das denn dann operieren?
00:09:34: Also das Entscheidende oder der Goldstandard ist die mikrochirurgische Operation.
00:09:41: Das ist ein Eingriff pro Segment mit einem relativ kurzen Schnitt, das sind drei Zentimeter und der Eingrifft unten an den Nerven erfolgt dann unter dem Mikroskop mit Fräsen, mit Stanzen.
00:09:53: Und was am wichtigsten ist worauf man achten muss, ist immer die Prämisse.
00:09:58: so viel wie nötig und so wenig wie möglich weil da können wir auch wieder das Modell zur Hand nehmen.
00:10:07: Wenn wir hier den Weg in den Wirbelkanal hinein sehen und dort das Band ist, um das frei zu legen muss man natürlich auch Knochen entfernen.
00:10:17: Vom oberen Wirbelbogen und hier sehen wir auch schon wie berühren auch das Gelenk.
00:10:22: Hier muss man besonders aufpassen dass man also wirklich nur das nötige weg nimmt weil wenn man zum Beispiel vom Gelenke zu viel weg nimmt gefährdet man die Stabilität des ganzen Segmentes Und dann kann es sein, dass nach der Operation eine Instabilität auftritt.
00:10:38: Sodass man gegebenenfalls im dümmsten Fall sogar nachoperieren muss um ein instabile Segment zu versteifen und zu verschrauben.
00:10:45: Ja das wäre denn auch das Risiko sozusagen einer OP?
00:10:48: Das ist
00:10:49: eines der Risiken, das ist ein fester Aufklärungsinhalt weil kann in vielen Fällen natürlich schon im Vorfeld sagen, es handelt sich um ein stabiles Segment.
00:10:59: Also wo man ganz klar dann den mikrochirurgischen rein dekomprämierenden Eingriff favorisiert, dekompromieren bedeutet eben das wegnehmen was draufdrückt.
00:11:09: Mikrochiroge scheißt wie groß sind die Schnitte denn dich zu haben?
00:11:13: Drei Zentimeter ungefähr im Schnitt.
00:11:16: Es hängt so ein bisschen damit ab... Die Schnittlänge ist eigentlich nicht das Entscheidende.
00:11:22: also jetzt zum Beispiel bei korbulenten Patienten, wo man auch noch einen gewissen Weg hat um überhaupt bis an die Wirbelsäule zu kommen.
00:11:31: Da kann es schon leichter sein den Schnitt einfach mal ein bisschen länger zu machen.
00:11:34: oder Patienten wie jetzt zum Beispiel Diabetiker, die ein erhöhtes Risiko haben für eine Wundheilungsstörung, für eine Wandinfektion.
00:11:43: dann ist
00:11:45: z.B.,
00:11:45: weil die Wunde wird immer aufgespreizt.
00:11:48: Man bringt ja dort Spreizer ein, die dazu führen dass man das OP-Feld sieht Und wenn ich den Schnitt ein bisschen größer mache, dann belaste ich das Gewebe weniger und im Nachhinein reduziert sich damit das Risiko für eine Wunderheilungsstörung.
00:12:01: Das Entscheidende dabei oder es kommt nicht darauf an zweieinhalb Zentimeter vier Zentimeter oder sogar fünf Zentimeter entscheidend.
00:12:08: das Schonende findet nicht auf der Haut statt sondern dass Schonente findet in der Tiefe statt.
00:12:13: An den Nerven am Gelenk an den Bändern.
00:12:16: die Haut heilt so oder so und einen drei Zentimeter Schnitt tut weniger weh als an fünf Zentimeter.
00:12:22: Nein,
00:12:23: aber wahrscheinlich ist man schneller wieder draußen aus dem Krankenhaus oder?
00:12:25: Also wie lange bin ich bei Ihnen wenn es nur die Stenose ist, die Sie
00:12:29: operieren?
00:12:30: Wenn man nur eine Stenause operiert und jetzt nicht begleitende Faktoren gibt durch die man besonders eingeschränkt ist kann man sagen, kann man im Schnitt nach zwei bis vier Tagen nach Hause gehen.
00:12:41: Und merkt man dann sofort dass da der Schmerz weg ist?
00:12:46: Also das Typische ist natürlich ein gewisser Wunschmerz oder die meisten beschreiben, dass er sein Brennen oder einen Drücken bekommt.
00:12:53: Man bekommt ja auch Schmerzmittel aber der Beinschmerz ist das Symptom, das eigentlich am schnellsten verschwindet.
00:12:59: Das bericht
00:13:00: mir die meisten Patienten.
00:13:01: Der Rückenschmerz muss man auch immer im Vorfeld der Operation klar thematisieren.
00:13:07: in erster Linie ist die Operation einer Spinalkanalschnose eine Operation für den Bein-Schmerz.
00:13:14: da hat die Patientin den, die beste statistische Chance einer Verbesserung.
00:13:20: Ein Rückenschmerz wird auch in vielen Fällen besser aber weniger häufig als ein Beinschmerz und drum ist auch vorher schon die Frage sehr wichtig bevor man überhaupt operiert tut ihn vor allem der Rücken weh.
00:13:34: tun ihnen vor allem die Beine weh, tun ihnen nur die Beinen weh tut nur der rücken.
00:13:37: wehh wie es das individuelle und da ist er's auch nur sehr selten Patienten unmittelbar miteinander vergleichen.
00:13:47: Man kann einfach nicht über den Kamm scheren, er hat eine Spinalkanalschinosse und sie hat eine Spinalkanalschinoose.
00:13:54: Da können ganz andere Begleitende Faktoren dabei sein die einen zum Beispiel zu einer ganz anderen Entscheidung auch zu einer anderen Operationsentscheidung bringen.
00:14:04: Kurz noch ansprechen wollte ich, was man ja auch hört das es nicht nur eine Verengung ist sondern verbunden ist mit einem Gleitwirbel.
00:14:11: Und was ist da anders bei der Operation die Sie dann durchführen?
00:14:18: Also der Gleidwirbel als Phänomen.
00:14:21: also man muss noch ein bisschen zur Einschränkung sagen der verschleißbedingte Gleithirbel.
00:14:25: Es gibt auch andere Arten von Gleihirbel.
00:14:26: also wir sprechen vom verschleissbedingten Gleibwürbel.
00:14:30: Das bedeutet, wenn wir zum Beispiel das Segment Elf, Vier, Fünf – also den fünften und vierten Lendenwirbelkörper nehmen -, dass der vierte gegenüber dem fünfte nach vorne gerutscht ist.
00:14:40: Das Modell ist jetzt nicht geeignet um es gut zu demonstrieren aber in unterschiedlichen Ausmaßen.
00:14:47: Der Gleitwirbel per se bedeutet noch nicht dass sich anders operieren muss.
00:14:52: Ich muss nur vorsichtig sein, weil ich muss mir vor der Operation darüber bewusst werden, handele es sich um einen stabilen Gleitwirbel oder um einem instabileren Gleidwirbel.
00:15:02: Also einer, der fest sitzt aber schief
00:15:05: sozusagen?
00:15:06: Oder einer, da er sich immer in den Notär bewegt?
00:15:07: Genau!
00:15:08: Ein stabiler Gleithirbel ist dort wo er steht fixiert.
00:15:13: Egal ob der Patient steht, ob er liegt, ob sie sitzt auf dem Bauch und auf dem Rücken liegt – er ist immer gleich Er bewegt sich nicht.
00:15:21: Beim instabilen Gleitwirbel ist das anders, da es auch zum Beispiel sehr wichtig zur Diagnostik einer Spinalkanalgenose wird, nicht nur die Kernspintomographie – das ist der Goldstandard, das ist wichtig und richtig – aber es sollte immer auch eine Röntgenaufnahme der Lendenwirbelsäule in zwei Ebenen im Stand gemacht werden.
00:15:40: Manchmal ist man gerne zu überrascht, es gibt auch im MRT natürlich indirekte Zeichen, deutlich instabiler Gleitwirbel, da kann es sein dass sie im MRT wo die Patientin der Patient in der Regel auf dem Rücken liegt überhaupt nicht sehen und auch mal auf einmal im Stehen also Belastung auf der Wirbelsäule ist was im Liegen nicht der Fall ist.
00:16:02: Auf einmal der Wirbel richtig nach vorne gerutscht.
00:16:05: Würden
00:16:05: Sie denn dann bei der OP dafür sorgen das der Wirbe in Zukunft nicht mehr rutscht?
00:16:09: Also würden sich die dann verbinden?
00:16:11: Das ist auf jeden Fall.
00:16:12: wenn ich eine instabile Situation definiere oder erkenne ist natürlich klar, wenn ich dort hinten Material herausnehme sogar ein Teil des Gelenkes was vorher instabil ist es nachher nur instabiler und auf keinen Fall stabiler.
00:16:30: Und da kann ich dem Patienten natürlich dem Risiko aussetzen dass dann das Wirbegleiten noch mehr zunimmt.
00:16:36: und dann in Verbindung mit einer Vernarbung und dann steigen wir, ich weiß ja vorher schon es ist instabil.
00:16:42: Und diese Instabilität ist dann in Ergänzung zur Spinalkanalstinuose zu behandeln.
00:16:47: und dann muss man auch empfehlen dass man so ein Segment versteift wobei ganz wichtig ist ein stabiles Wirbel gleiten sollte ebenfalls nur unter dem Mikroskop dekomprimiert werden.
00:17:01: Ganz wichtig, Gleitwirbel bedeutet nicht automatisch versteifen der instabile Gleidwirbel dort wird das empfehlt.
00:17:07: ansonsten wissen wir dass bei einem stabilen Gleithirbel wo die Situation eben nicht rutscht wo sie einfach fest ist so in vielen Fällen viel fester als bei normalen Segmenten weil sich der Körper dort eigentlich schon selbst versteift hat also den Arzt die Arbeit abgenommen hat Problemlos, die komprimiert werden kann.
00:17:28: Vielen Dank für das interessante Gespräch!
00:17:30: Bitte sehr.
00:17:31: Und wir sehen uns wieder auf YouTube, LinkedIn Facebook Instagram und TikTok.
00:17:37: Erden Sie gesund.
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